Beste Reisezeit Iran: Klimaleitfaden

Vom Iran hast du auf jeden Fall schon richtig viel in den Medien gehört, aber hast du schon mal drüber nachgedacht, das Land zu bereisen? Wenn du instinktiv sofort ablehnst, solltest du dir das nochmal überlegen, denn der Iran hält so einige Überraschungen bereit.

Warum gerade hierhin?

Im Iran kannst du vor allem spannende Städte besuchen. Zum Beispiel die Hauptstadt Teheran oder die Stadt Isfahan, die beide sehr attraktiv für Backpacker sind. Neben interessanten Museen, die dich ein wenig in die Geschichte und die Hintergründe des Landes einweihen, kannst du entspannt durch die Straßen bummeln. Besuche beeindruckende Moscheen oder genieße die Ausblicke über die Stadt. Vor allem in Isfahan ist der Blick besonders atemberaubend, denn die Stadt ist umgeben von einer einmaligen Berglandschaft.

Die Natur des Irans lässt sich aber nicht nur von der Stadt aus begutachten, sondern du kannst auch direkt hinein ins Highlight des Landes. Auch wenn du das auf den ersten Blick nicht für möglich hältst, ist der Iran vor allem ein Reiseziel für Naturfreunde.

In Tabriz bist du umgeben von gigantischen Bergen und lernst auf diese Weise eine ganz neue Seite des Irans kennen, die sich vor allem durch Traditionen und einheimisches Leben in den Bergdörfern charakterisiert.

Auch in Yazd wird dir nochmal eine ganze neue Seite präsentiert, denn hier kommt der orientalische Einfluss auf den Iran zur Geltung. Die beeindruckende Wüstenlandschaft ist nicht nur ein gutes Fotomotiv, sondern ist auch ein einmaliger Ort, um den Sonnenuntergang zu beobachten.

Iran ist weit mehr als das, was du bisher über das Land erfahren hast und es lohnt sich, dir selbst ein Bild davon zu machen.

Alles auf einen Blick:

Hauptsaison


Mai bis September

Nebensaison

Oktober bis April

Sightseeing

April/ Mai und September/ Oktober

Wintersport

Dezember bis März

Outdoor-Aktivitäten

April bis Anfang Juni und September

Strandbesuche

Mai bis Juli

  • Hauptsaison: Mai bis September
  • Nebensaison: Oktober bis April
  • Sightseeing: April/ Mai und September/ Oktober
  • Wintersport: Dezember bis März
  • Outdoor-Aktivitäten: April bis Anfang Juni und September
  • Strandbesuch: Mai bis Juli

Wie ist das Klima?

Der Iran ist ein Land, das von verschiedenen Höhenregionen geprägt ist und somit unterscheidet sich auch das Klima innerhalb des Landes sehr stark. Grundsätzlich gibt es aber überall vier Jahreszeiten.

Das Hochland hat ein kontinentales Klima, was sich vor allem durch einen warmen Sommer zeigt. Die Luft ist hier extrem trocken – zu Regenfällen kommt es während der Sommerzeit so gut wie nie. Im Winter kann es dagegen sehr kalt werden und für gewöhnlich erlebt das iranische Gebirge auch einen Schneefall, der meist Ende November einsetzt.

Die Gebiete rund um die Hauptstadt sind von einem sehr heißen Klima geprägt und die Sommertemperaturen können über 40 °C steigen. Selbst im Winter erlebt die Stadt nur leichte Temperaturveränderungen und das Wetter bleibt stets mild und trocken.

Der Iran grenzt an zwei verschiedene Meere, zum einen an das Kaspische Meer und zum anderen an den Persischen Golf. An beiden Küstengebieten ist das Klima mediterran und feucht, was sich vor allem im Sommer bemerkbar macht. Hier musst du mit extrem hohen Temperaturen rechnen und gleichzeitig auch mit einer drückenden Luftfeuchtigkeit, die insgesamt für ein feuchtes Klima sorgt.

Was an den Küstengebieten vor allem auffällt, ist die hohe Niederschlagsrate im Vergleich zum restlichen Iran. An den Badeorten kann es während des gesamten Jahres zu Schauern kommen.

Saisonaler Leitfaden

Nebensaison  (Juni bis Januar)

In der Nebensaison ist es vor allem in den Sommermonaten Juli und August sehr heiß. An der Küste können die Temperaturen hier weit über 30 °C steigen und auch die Gegend der Hauptstadt bleibt von der Sommerhitze nicht verschont. In den höheren Lagen ist es im Sommer ebenfalls warm, aber nur selten über 23 °C. Vor allem in den Bergdörfern oder beispielsweise während einer mehrtägigen Trekkingtour, kann es in der Nacht kalt werden: Dort solltest du unbedingt etwas Warmes zum Anziehen dabeihaben. Im Herbst kühlt es deutlich ab und im Flachland herrschen angenehme Temperaturen von 10 bis 15 °C. An der Küste ist es noch deutlich wärmer und bis Mitte Oktober kannst du die Sonne noch ein wenig ausnutzen. Ab Ende November setzt im Iran offiziell der Winter ein, der in fast allen Regionen des Landes die Temperaturen ins Minus fallen lässt. Dazu kommt oft ein kalter Wind.

Hauptsaison (Februar bis Mai)

Im Februar beginnt langsam aber sicher die Saison im Iran. Auch wenn das Wetter noch immer sehr kalt ist, besuchen viele Reisende das Land und planen einen Skiurlaub. Der Schnee bleibt circa bis Ende März liegen und bis dahin musst du natürlich weiterhin mit niedrigen Temperaturen rechnen. Sei also immer mit der passenden Kleidung ausgestattet. Im April wird es dann deutlich wärmer, von dort an steigen die Temperaturen relativ schnell und vor allem an den Küsten hat es wieder über 30 °C.

Sonderfall: Ski fahren

Du möchtest deine Skifähigkeiten mal ganz woanders unter Beweis stellen und ein exotisches Land für deinen Skiurlaub wählen? Dann verbinde das Skifahren doch einfach mit einer Reise in den Iran, denn hier warten überraschend tolle Skigebiete auf dich. Am besten reist du dafür Ende Januar bis Mitte März an. Denn die Ski-Hauptsaison beginnt Anfang Dezember und geht circa bis Februar. Da du aber natürlich von guten Konditionen profitieren möchtest, solltest du spätestens im Februar auf der Piste stehen. Die Kosten für den Skiurlaub sind die ganze Saison größtenteils konstant, aber gegen Ende gibt es deutlich weniger Reisende, die mit dir am Lift anstehen.

Sonderfall: Wanderungen

Wenn du vor allem die tollen Wanderwege im Iran so richtig ausnutzen möchtest, dann solltest du im Frühling oder Herbst anreisen. So umgehst du die Hitze des Sommers und stellst noch dazu sicher, dass sich die Natur des Landes von ihrer besten Seite zeigen kann. Während dieser Zeit ist auch das Klima optimal für längere Tage an der frischen Luft und dir wird auf keinen Fall zu heiß sein. Gegen Abend kann es in den Bergregionen aber trotzdem abkühlen, darauf solltest du vorbereitet sein.

Sonderfall: Badereise

Ja, du kannst im Iran auch einige Tage am Strand verbringen. Selbst wenn das nicht die typische Art ist, das Land zu bereisen, ist sie doch recht beliebt. Während eines kurzen Abstechers an die Küstenorte kannst du einfach mal die Seele baumeln lassen. Wähle hierzu den Juni, denn später im Sommer wirst du mit extrem hohen Temperaturen und einer feuchten, drückenden Luft zu kämpfen haben. Im Juni hast du gute Chancen auf deine tägliche Portion Sonnenschein und kannst noch dazu tolle Sonnenuntergänge vom Strand aus beobachten.

Fazit: Die beste Reisezeit

Wenn du von allem ein bisschen willst und das Land in seiner allgemeinen Schönheit bereisen willst, dann solltest du zwischen April und Mai oder September und Oktober in den Iran kommen. Während dieser Zeiten eignet sich das Wetter sowohl für das Wandern, als auch für Tage am Strand oder eine entspannte Sightseeingtour durch die lebhaften Städte. Du wirst von keiner großen Hitze beeinträchtigt und an besonders dicke Kleidung musst du auch nicht denken. Noch dazu wirst du nicht auf eine große Masse an Reisenden treffen und somit findest du zu diesen Monaten alles, was das Herz begehrt.

Der Iran ist ein absolutes Muss auf deiner Bucketlist, vor allem wenn du dich von einem Land selbst überzeugen willst und dir deine Meinung nicht durch die Medien vorgeben lassen möchtest. Die Vielfalt des Landes bietet tolle Highlights für jeden Backpackertyp und eines ist sicher: Hier wird dir garantiert nicht langweilig!

Iran

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