Sicherstes Land der Welt – diese Länder sind aktuell besonders friedlich

Du sitzt mit einem Haufen offener Tabs vor dir, checkst Flüge, schaust dir Fotos von türkisblauen Seen und endlosen Küsten an – und parallel ploppen Nachrichten über Kriege, Konflikte und Sicherheitsrisiken auf. Die Welt fühlt sich unübersichtlich an, und trotzdem willst du weiter reisen. Genau dann stellt sich die Frage: Gibt es so etwas wie das sicherste Land der Welt, und wie findest du heraus, welche Länder der Welt aktuell wirklich als friedlich gelten?

Eine der wichtigsten Orientierungshilfen ist der Global Peace Index, oft auch als Peace Index oder GPI abgekürzt. Er bewertet Staaten nach ihrer Friedlichkeit und erstellt daraus eine Rangliste. Auf dieser Grundlage lässt sich gut sehen, welche Nationen gerade sehr stabil sind und welche eher nicht. Und ja: Es gibt ein Land, das seit vielen Jahren sehr zuverlässig auf Platz 1 steht.

Was bedeutet „sicherstes Land der Welt“ überhaupt für Reisende?

Wenn von dem sichersten Land der Welt die Rede ist, klingt das erst einmal sehr absolut. In der Praxis hängt Sicherheit aber stark davon ab, aus welcher Perspektive man schaut. Für die einen geht es vor allem um Kriminalität im Alltag, andere denken eher an bewaffnete Konflikte, Terrorgefahr oder Naturkatastrophen.

Für Reisen kannst du grob drei Ebenen unterscheiden:

  • Alltagskriminalität: Taschendiebstahl, Überfälle, Einbrüche, Betrug.
  • Politische Lage und Konflikte: Unruhen, Kriege, instabile Regierungen, Spannungen zwischen Regionen.
  • Strukturelle Faktoren: Funktionsfähige Polizei, Gerichte, Gesundheitswesen, Infrastruktur, Notfallversorgung.

 

Der Global Peace Index versucht, diese Ebenen unter dem Stichwort Friedlichkeit zusammenzubringen. Er schaut darauf, wie friedfertig ein Land insgesamt ist: Wie hoch ist die Kriminalitätsrate? Wie viele Konflikte gibt es? Wie stark ist die Militarisierung? Wie stabil ist der Staat?

Für dich als Backpacker ist wichtig: Ein Land mit hoher Friedlichkeit im GPI bietet in der Regel

  • weniger Gewalt im Alltag,
  • eine stabile politische Situation,
  • funktionierende Institutionen,
  • und damit ein Umfeld, in dem sich Reisen meist entspannter anfühlt.

 

Das bedeutet nicht, dass dir dort nichts passieren kann. Aber das Risiko, in größere Konflikte zu geraten oder mit massiven Sicherheitsproblemen konfrontiert zu werden, ist deutlich geringer.

Wie funktioniert der Global Peace Index eigentlich?

Der Global Peace Index ist kein Bauchgefühl, sondern ein systematisch aufgebauter Sicherheitsindex. Herausgegeben wird er vom Institute for Economics and Peace (IEP), einem unabhängigen Forschungsinstitut, das sich mit Frieden, Sicherheit und den wirtschaftlichen Folgen von Konflikten beschäftigt.

Der Index umfasst aktuell 163 Staaten und Territorien und deckt damit fast die gesamte Bevölkerung der Erde ab. Die Bewertung basiert auf 23 Indikatoren, die in drei große Bereiche gegliedert sind:

  • Gesellschaftliche Sicherheit und Schutz:
    Darunter fallen zum Beispiel die wahrgenommene Kriminalität in der Bevölkerung, die Zahl der Gefängnisinsassen, die Häufigkeit von Gewalttaten, Demonstrationen und Terrorvorfällen.
  • Laufende Konflikte:
    Hier geht es um interne und externe Konflikte, die Anzahl der Konflikttoten, das Ausmaß von Bürgerkriegen oder internationalen Spannungen.
  • Militarisierung:
    Dieser Bereich betrachtet unter anderem Militärausgaben im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung, die Anzahl der Soldaten, den Waffenexport und die Präsenz von schweren Waffen.

 

Aus all diesen Indikatoren ergibt sich ein Punktwert. Je niedriger der Wert, desto friedlicher das Land. Auf dieser Basis entsteht dann ein Ranking, das dich beim Vergleich der friedlichsten Länder unterstützt.

Für dich als Reisender bedeutet das: Der GPI schaut weit über touristische Details hinaus und bewertet den Gesamtzustand eines Landes. Damit ist er eine gute Ergänzung zu klassischen Sicherheitshinweisen, die eher kurzfristige Risiken abbilden.

Welches Land gilt aktuell als das sicherste der Welt – und warum?

In den aktuellsten Ausgaben des Global Peace Index belegt Island seit vielen Jahren konstant den ersten Platz und gilt damit als das weltweit friedlichste Land.

Warum ausgerechnet dieser kleine Inselstaat im Nordatlantik?

Gründe, warum Island so gut abschneidet

Mehrere Faktoren sorgen dafür, dass Island in der Bewertung so gut dasteht:

  • Extrem niedrige Kriminalitätsrate: Gewaltverbrechen sind selten, und auch andere Formen von Kriminalität liegen auf einem sehr niedrigen Niveau.
  • Kaum Militarisierung: Island besitzt keine eigene Armee, Rüstungsausgaben sind minimal. Das wirkt sich direkt auf den entsprechenden Bereich im Index aus.
  • Hohe soziale Stabilität: Das Vertrauen in Behörden, Polizei und Justiz ist groß, Korruption ist selten.
  • Starke Institutionen: Gesundheitssystem, Bildung, soziale Sicherungssysteme – vieles funktioniert verlässlich und trägt zur Stabilität bei.

 

Für dich als Backpacker heißt das: Reisen in Island bedeutet in der Regel ein sehr sicheres Umfeld. Du bewegst dich in kleinen Städten, überschaubaren Orten und einer Natur, die zwar Respekt verlangt (Wetter, Gezeiten, Hochland), aber nicht durch Gewaltkonflikte geprägt ist. Die größten Risiken liegen eher in der Natur selbst – Stürme, Glätte, raue Küsten – und weniger in menschlichen Konflikten.

Trotzdem gelten auch hier die üblichen Sicherheitshinweise: Auto korrekt versichern, Wetterberichte ernst nehmen, in abgelegenen Gebieten nicht leichtsinnig unterwegs sein. Die Friedlichkeit eines Landes ersetzt keine gute Vorbereitung.

Welche Länder gehören aktuell zu den friedlichsten der Welt?

Island ist die Nummer eins, aber die Liste der sichersten Länder geht natürlich weiter. In den jüngsten GPI-Ausgaben taucht immer wieder ein ähnlicher Kreis von Staaten auf, der die vorderen Plätze belegt. Dazu zählen unter anderem:

  • Irland
  • Österreich
  • Neuseeland
  • Singapur
  • Schweiz
  • Portugal
  • Dänemark
  • Slowenien
  • Malaysia

 

Viele dieser Länder landen verlässlich in den Top Ten der Rangliste. Gemeinsam haben sie eine vergleichsweise niedrige Kriminalität, stabile politische Verhältnisse, gut funktionierende Institutionen und eine ausgeprägte Kultur der Friedlichkeit.

Kleine Übersicht zu den Top-Ländern

Zur Orientierung kannst du dir die friedlichsten Länder grob so vorstellen:

Land Typischer GPI-Bereich (vorderer Platz) Kurzprofil für Reisende
Island Platz 1 Sehr friedlicher Inselstaat mit niedriger Kriminalität und beeindruckender Natur.
Irland sehr weit vorn Europäisches Land mit hoher gesellschaftlicher Sicherheit und entspannter Atmosphäre.
Österreich sehr weit vorn Sichere Alpenregion, gute Infrastruktur, hohes Maß an Stabilität.
Neuseeland sehr weit vorn Backpacker-Klassiker, wenig Kriminalität, viel Natur, lockere Kultur.
Singapur vorderes Feld Stadtstaat mit sehr strengen Gesetzen, hoher Ordnung und moderner Infrastruktur.
Schweiz vorderes Feld Neutrales Land, hohe politische Stabilität, gutes Gesundheitswesen.
Portugal vorderes Feld Beliebtes Reiseziel mit guter Infrastruktur und relativ niedriger Kriminalität.
Dänemark vorderes Feld Skandinavisches Land mit hoher Lebensqualität und funktionierenden Institutionen.
Slowenien vorderes Feld Kleines, stabiles Land an der Grenze zwischen Alpen, Balkan und Mittelmeer.
Malaysia vorderes Feld Südostasiatisches Land mit regionalen Unterschieden, insgesamt stabilem Umfeld.

Die exakten Plätze im Ranking verschieben sich von Jahr zu Jahr minimal, aber der Kreis der sichersten Länder bleibt erstaunlich konstant.

Als Reiseziele sind diese Staaten für viele Rucksackreisende attraktiv, weil sich ein hoher Sicherheitsstandard mit spannender Natur, Kultur und oft guter Infrastruktur verbindet. In vielen dieser Regionen bewegt sich das Risiko für schwerwiegende Konflikte im Alltag auf einem relativ niedrigen Niveau.

Wie schneidet Deutschland im globalen Vergleich ab?

Deutschland gehört im Global Peace Index nicht zur Topgruppe, ist aber deutlich im oberen, friedlichen Bereich zu finden. Im aktuellsten verfügbaren GPI liegt Deutschland im Bereich um Rang 20 und damit noch immer unter den sichereren Nationen der Welt.

Das bedeutet: Im weltweiten Vergleich ist Deutschland ein Land mit hoher Friedlichkeit, ohne allerdings ganz vorne mitzuspielen wie Island oder Österreich. Im Detail sieht das etwa so aus:

  • Stabile politische Strukturen: Regierung, Gerichte und Verwaltung funktionieren grundsätzlich zuverlässig.
  • Moderate Kriminalitätsrate: Es gibt Kriminalität, vor allem in Großstädten und bestimmten Bahnhofs- oder Ausgehvierteln, aber das Niveau liegt im internationalen Vergleich nicht besonders hoch.
  • Gute Infrastruktur: Gesundheitswesen, Polizei und Rettungsdienste sind gut ausgebaut und erreichbar.

 

Für dich als Reisender lässt sich Deutschland gut als Ausgangspunkt für Touren in andere friedliche Regionen nutzen – etwa in die Alpenländer, nach Skandinavien oder nach Slowenien und Portugal. Im direkten Vergleich zu vielen anderen Ländern der Welt ist das Sicherheitsniveau hoch, auch wenn manche Städte mit ihren typischen Großstadtproblemen immer wieder in den Nachrichten auftauchen.

Wichtig ist auch hier: Die GPI-Bewertung betrachtet das Land als Ganzes. Einzelne Orte, Stadtviertel oder Regionen können deutlich sicherer oder unsicherer wirken. Dasselbe gilt natürlich für andere Staaten in der Rangliste.

Und wie spielen andere Regionen – etwa die Vereinigten Arabischen Emirate – da hinein?

Spannend ist ein Blick auf Länder, bei denen man spontan vielleicht nicht an Friedlichkeit denkt, die im Global Peace Index aber dennoch positiv auffallen. Ein Beispiel sind die Vereinigten Arabischen Emirate. Im aktuellsten GPI liegen sie im Mittelfeld, haben sich aber in den letzten Jahren deutlich verbessert und viele Plätze gutgemacht.

Für Reisende bedeutet das: Innerhalb einer Region, in der es auch Staaten mit schweren Konflikten gibt, können einzelne Länder trotzdem relativ stabile und vergleichsweise sichere Inseln sein. Die Sicherheitslage in Dubai oder Abu Dhabi unterscheidet sich stark von der in Ländern, die von kriegerischen Auseinandersetzungen geprägt sind.

Damit zeigt sich, dass du immer zwei Ebenen im Blick behalten solltest:

  • die Bewertung eines Landes im Global Peace Index
  • und die konkrete Situation in einzelnen Städten, Regionen und Orten

 

Gerade in Regionen mit gemischter Lage lohnt sich ein genauer Blick in die Details und in aktuelle Sicherheitshinweise.

Wie liest du den Global Peace Index als Backpacker richtig?

Der Global Peace Index liefert dir einen schnellen Überblick, wie friedlich ein Land im Vergleich zu anderen Staaten dasteht. Trotzdem lohnt es sich, genauer hinzuschauen, statt nur auf eine Zahl zu schauen.

Ein paar Punkte helfen dir dabei, den GPI sinnvoll zu nutzen:

  • Der GPI ist ein Friedens- und Sicherheitsindex, kein Reiseführer. Er zeigt dir den Zustand von Sicherheit und Frieden in einem Land, ersetzt aber keine aktuellen Reisehinweise.
  • Die Rangliste vergleicht Länder miteinander. Wenn ein Staat im Mittelfeld liegt, heißt das nicht automatisch, dass du dort nicht sicher unterwegs sein kannst.
  • Die Bewertung beruht auf vielen Indikatoren. Einzelne Ereignisse verändern das Bild nur dann, wenn sie dauerhaft oder extrem sind.
  • Die Daten werden regelmäßig aktualisiert, trotzdem können sich Situationen zwischen zwei Ausgaben spürbar ändern.

 

Für dich heißt das: Nutze den Index, um dir ein erstes Bild zu machen, welche Nationen derzeit zu den friedlichsten gehören. Schau dir dann einzelne Länder genauer an und kombiniere den Global Peace Index mit aktuellen Nachrichten und offiziellen Sicherheitshinweisen für das Ausland. So bekommst du einen realistischen Überblick, statt dich nur auf eine Zahl zu verlassen.

Praktisch ist es, wenn du dir für deine Wunschziele zuerst anschaust, in welchem Bereich der Rangliste sie liegen. Dann kannst du gezielt tiefer einsteigen: Wie sieht die Kriminalität in der Hauptstadt aus, wie stabil ist die politische Lage, wie wird die Sicherheitslage in aktuellen Berichten beschrieben? Viele Organisationen bereiten diese Informationen in Karten auf, die dir auf einen Blick zeigen, welche Regionen risikoreicher sind als andere.

Welche Regionen der Welt gelten aktuell als besonders friedlich – und wo ist Vorsicht nötig?

Wenn man sich die friedlichsten Länder anschaut, fallen Muster auf. Bestimmte Regionen sammeln viele Staaten mit guten Werten, andere Regionen sind stärker von Konflikten, Krisen und unsicheren Verhältnissen geprägt.

Besonders häufig in den vorderen Rängen vertreten sind:

  • Nordeuropa und Skandinavien
  • Teile Mitteleuropas
  • einzelne Inselstaaten wie Island oder Neuseeland
  • ausgewählte Länder im asiatisch-pazifischen Raum

 

Hier findest du viele Staaten, die politisch stabil sind, wenig interne Konflikte haben und bei denen friedliches Zusammenleben einen hohen Stellenwert hat. Für Backpacker sind das meist sehr angenehme Reiseziele, weil du dich auf eine funktionierende Infrastruktur, verlässliche Institutionen und relativ niedrige Kriminalität verlassen kannst.

In anderen Teilen der Welt ist der Zustand weniger entspannt. Dort findest du:

  • Länder, in denen bewaffnete Konflikte anhalten oder immer wieder ausbrechen
  • Staaten mit starken politischen Spannungen oder schwachen Institutionen
  • Regionen mit stark schwankender Sicherheitslage, die sich schnell ändern kann

 

Das bedeutet aber nicht, dass du dort grundsätzlich nicht reisen kannst. Viele Länder mit mittleren GPI-Werten haben sehr sichere Regionen und touristische Zentren, während andere Landesteile Probleme bereiten. In einigen Staaten gilt: Die große Metropole wirkt auf der Karte vielleicht riskanter, während kleinere Städte oder ländliche Gebiete für Reisende gut funktionieren.

Gerade hier zahlt es sich aus, nicht nur die Rangliste zu lesen, sondern Erfahrungen von Reisenden, aktuelle Berichte und Hinweise der Auslandsvertretungen zu vergleichen. Der GPI liefert dir den Rahmen, die Details musst du dir für jedes Reiseziel noch ergänzen.

Was bedeutet ein guter GPI-Wert konkret im Reisealltag?

Ein hoher Platz im Global Peace Index ist beruhigend, aber wie fühlt sich das konkret an, wenn du mit dem Rucksack unterwegs bist? In Ländern mit hoher Friedfertigkeit zeigt sich das oft im Alltag, ohne dass es dir sofort als GPI-Detail auffällt.

Typische Merkmale in solchen Staaten sind:

  • Öffentlicher Nahverkehr, den du auch abends noch gut nutzen kannst
  • Polizei und Behörden, die grundsätzlich als ansprechbar und verlässlich wahrgenommen werden
  • eine Atmosphäre, in der Menschen spät abends noch unterwegs sind, ohne dass überall sichtbare Spannungen in der Luft liegen
  • eine Kriminalitätsrate, die zwar vorhanden ist, aber selten in Form von brutaler Gewalt gegenüber Reisenden auftritt

 

Trotzdem gilt: Ein guter Sicherheitsindex ist keine Einladung, alle Vorsicht über Bord zu werfen. Auch in Staaten mit hoher Friedlichkeit gibt es:

  • Taschendiebe in touristischen Zentren
  • Situationen, in denen Alkohol, Fußballspiele oder Großveranstaltungen das Risiko erhöhen
  • Regionen, die schlechter beleuchtet sind oder in denen du nachts aufpassen solltest

 

Umgekehrt kann sich ein Land mit mittlerem Rang im Peace Index für dich persönlich sehr sicher anfühlen, wenn du in einem besonders ruhigen Ort unterwegs bist, gute Kontakte zu Einheimischen hast und dich an sinnvolle Sicherheitshinweise hältst.

Wichtig ist, dass du den Index als Ausgangspunkt nutzt, aber deine eigenen Beobachtungen ernst nimmst. Wenn dir eine Straße, eine Unterkunft oder eine Situation nicht geheuer vorkommt, ist dieses Gefühl wichtiger als jede Zahl in einer Tabelle.

Schritt für Schritt: So planst du eine Reise in eines der sichersten Länder der Welt

Wenn du dich an Ländern mit hoher Friedlichkeit orientieren möchtest, kannst du deine Reiseplanung strukturiert angehen. Eine einfache Schritt-für-Schritt-Vorgehensweise hilft dir, die Informationen aus dem Global Peace Index, aus Nachrichten und aus Reiseberichten sinnvoll zu kombinieren.

  1. Überblick verschaffen
    Suche dir zuerst eine aktuelle Übersicht über den Global Peace Index. So siehst du, welche Staaten derzeit weit vorn stehen und welche Regionen der Welt besonders friedlich sind. Achte dabei nicht nur auf Platz 1, sondern auch auf die weiteren Plätze im oberen Bereich.
  2. Ziele eingrenzen
    Überlege dir, welche Art von Reise du suchst: Natur, Städte, Strand, Kultur oder alles gemischt. Aus der Gruppe der sichersten Länder der Welt kannst du dann die Staaten auswählen, die vom Charakter her zu dir passen. Island, Österreich, Neuseeland oder Portugal bieten zum Beispiel sehr unterschiedliche Landschaften und Reisearten, obwohl sie alle vergleichsweise friedlich sind.
  3. Aktuelle Lage checken
    Schau dir für jedes Land die aktuellen Sicherheitshinweise, Nachrichten und Reiseberichte an. Manchmal verschieben einzelne Ereignisse den Eindruck kurzzeitig, ohne dass sich der gesamte Index sofort ändert. Demonstrationen, Naturkatastrophen oder politische Entscheidungen können kurzfristige Risiken mit sich bringen, selbst in Staaten mit gutem GPI-Wert.
  4. Regionen und Orte auswählen
    Entscheide, welche Orte du innerhalb des Landes besuchen willst. In vielen Staaten gibt es Regionen, die besonders stabil und angenehm sind, während andere Gegenden für Reisende nicht empfohlen werden. Stadtpläne, Karten und Erfahrungsberichte helfen dir, Stadtviertel zu identifizieren, in denen du dich wohler fühlst.
  5. Unterkünfte sorgfältig auswählen
    Lies Bewertungen, achte auf Hinweise zur Lage und Umgebung und prüfe, wie gut die Unterkunft an den öffentlichen Verkehr angebunden ist. Hostels, die von vielen Reisenden positiv bewertet wurden, bieten oft ein Umfeld, in dem Sicherheitsfragen offen angesprochen werden.
  6. Sicherheitsbasics vorbereiten
    Lege Notfallkontakte an, fotografiere oder scanne wichtige Dokumente und speichere sie sicher, richte dir Offline-Karten ein und informiere eine vertraute Person über deine Route. Eine gute Vorbereitung senkt das Risiko, im Ernstfall die Übersicht zu verlieren.
  7. Vor Ort aufmerksam bleiben
    Egal wie gut ein Land im Ranking abschneidet: Beobachte deine Umgebung, höre auf dein Bauchgefühl, vermeide auffällige Präsentation von Wertsachen und passe dein Verhalten der Situation an. Je aufmerksamer du unterwegs bist, desto besser kannst du Gefahren früh erkennen.

 

Mit dieser Vorgehensweise verbindest du die Stärke eines globalen Indexes mit praktischer Vorbereitung. So entsteht eine Reiseplanung, die sowohl die großen Linien als auch die Details vor Ort berücksichtigt.

Fazit: Warum dir Ranglisten helfen – aber nicht alles entscheiden sollten

Der Global Peace Index und ähnliche Bewertungen liefern dir eine wertvolle Basis, um Reiseziele einzuordnen. Die Informationen sind systematisch, berücksichtigen eine ganze Reihe von Kriterien und zeigen, in welchen Staaten Frieden und Stabilität gerade besonders stark ausgeprägt sind.

Wichtige Gedanken zum Schluss:

  • Island steht seit Jahren ganz oben in der Rangliste und zeigt, dass ein kleiner Inselstaat mit niedriger Kriminalität und wenig Militarisierung ein sehr friedliches Umfeld schaffen kann.
  • Viele Länder in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum gehören aktuell zu den sichersten Ländern der Welt. Sie kombinieren gute Infrastruktur, funktionierende Institutionen und vergleichsweise wenige Konflikte.
  • Deutschland liegt im vorderen Bereich des Global Peace Index. Das zeigt, dass du dich im internationalen Vergleich in einem Land mit hohem Sicherheitsniveau bewegst, auch wenn andere Staaten noch besser abschneiden.
  • Reihenfolgen, Plätze und Rankings sind hilfreich, aber sie ersetzen nicht deinen gesunden Menschenverstand, deine Reisevorbereitung und deine Aufmerksamkeit unterwegs.

 

Ranglisten wie der Global Peace Index, Hintergrundberichte des IEP und Sicherheitskarten großer Anbieter geben dir Struktur und Orientierung. Am entscheidendsten ist aber die Kombination aus diesen Informationen, deinen eigenen Prioritäten und deinem Verhalten vor Ort. Wenn du beides zusammennimmst, kannst du deine Reiseziele so wählen, dass du viel von der Welt siehst – und dich dabei so sicher fühlst, wie es eben möglich ist.

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