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Villingen-Schwenningen – In Deutschland ist es doch am schönsten 

Du hast Lust, mal wieder deinen Rucksack zu packen sowie Stadt und Natur in einer dir unbekannten Region kennenzulernen? Allerdings hast du nicht die Möglichkeit für eine Reise ins Ausland oder es grassiert gerade eine weltweite Pandemie? Dann nutze die Gelegenheit und besuche mit Villingen-Schwenningen und seiner Umgebung eine sehr schöne und wenig überlaufene Region hier in Deutschland. Rund 86 000 Menschen leben und schätzen die Stadt im Herzen des Schwarzwaldes. Erfahre in diesem Artikel, was du hier alles unternehmen kannst und warum es sich lohnt, Villingen-Schwenningen und seine Region mal gesehen zu haben.

Warum Villingen-Schwenningen?

Das Sehenswerte in Villingen-Schwenningen beginnt bereits mit der Altstadt von Villingen und der mittelalterlichen Stadtmauer drumherum. Beides ist Jahrhunderte alt und immer noch sehr gut erhalten. Die Topattraktion für alle Besucher in Villingen ist aber das Münster. Die Kirche aus dem 13. Jahrhundert ragt über die gesamte Stadt hinaus und verleiht Villingen ein anregendes Flair. Am Münsterplatz findest du gleich noch den entzückenden Münsterbrunnen gespickt mit allerlei lustigen Figuren. Überhaupt ist die Villinger Altstadt reich gesät was Brunnen angeht. Der wohl eindrücklichste ist der Narrobrunnen in der Oberen Straße. Dieser ist dem Villinger Narro gewidmet, dem traditionellen Faschingsgewand der Villinger Fasnet. Womöglich kannst du so der Tatsache auf die Schliche kommen, dass Villingen als die Hauptstadt der schwäbischen-alemannischen Fasnacht angesehen wird.  Falls du also im Frühjahr nach Villingen reist, mache dich auf Wahnsinnsumzüge und absolute Partylaune in der ganzen Stadt gefasst. Solltest du Hunger haben, findet sich im kompletten Stadtzentrum immer etwas zu essen. Vor allem zahlt es sich dann aus, wenn du dich abseits der Hauptstraßen in eine der kleinen Gassen begibst. Die Villinger Innenstadt ist doch sehr übersichtlich, weswegen die Gefahr sich zu verirren weitestgehend gering ist. Insbesondere in der Färberstraße finden sich dann sehr viele Gasthäuser wie das „Ott“ oder der „Irish Pub“ mit sehr guter Küche.

Startpunkt Villingen 

Wenn du dich gerade in der Villinger Altstadt befindest und nicht weißt, wohin du gehen sollst, dann ist das vollkommen egal. Überall erwartet dich nämlich wundervolle Architektur, beeindruckende Geschichte sowie bezaubernde Naturwege. Die Altstadt ist zugleich Stadtmitte von Villingen und besteht aus insgesamt vier Straßen. Der Punkt, an dem sich alle vier Straßen kreuzen, heißt Latschariplatz. Unsere vorgeschlagenen Reiseziele gehen immer von diesem Platz aus, aber dass nur, damit es einen Orientierungspunkt gibt. Je nachdem, woher du einreist und in welcher Gegend du dich gerade befindest, kannst du die Spots selbstverständlich auch in einer für dich passenderen Route bereisen. Wir wollen dir hier einen Kompass mitgeben für die Region Villingen-Schwenningen:   

Du kannst in die Schwesternstadt nach Schwenningen entweder in Richtung der Bickenstraße nach Osten über das Naturdenkmal Hölzlekönig und das Schwenninger Moos kommen, oder du gehst über die obere Straße nördlich von Villingen bis nach Rottweil, der ältesten Stadt Baden-Württembergs. Die niedere Straße wiederum kann als Ausgangspunkt zählen, um den schönen Süden bis nach Donaueschingen zu erleben. Vergiss aber auch nicht die Rietstraße, um die Natur direkt vor Villingens Haustür zu sehen. Der nordwestlich von Villingen gelegene Germanswald ist ideal, um wandern zu gehen.

Von Villingen bis nach Schwenningen

Vom Latschariplatz aus geht es jetzt also erstmal in die Bickenstraße. In dieser Richtung begegnet dir als erstes die Schneckenbrücke über den Villinger Bahnhof. Sie wird nachts immer beleuchtet und strahlt bunt in allen Farben. Direkt nach der Brücke folgen die Steinbauten des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis. Zudem lohnt sich ein Aufstieg auf die Wanne. Das ist ein 776 Meter hoher Berg, der östlich der Stadtmitte liegt. Dort oben befindet sich ein Aussichtsturm, welcher dir einen Blick über das komplette Stadtgebiet garantiert. Nicht unweit ist die Stelle des ehemaligen Hölzlekönig zu bestaunen. Der Hölzlekönig ist der Name für eine 400 Jahre alte Tanne, welche bis 1941 als die größte Tanne Deutschlands zählte. Heute ist dort ein Naturdenkmal zu sehen. Das Besondere daran ist, dass diese Stelle die ehemalige Grenze zwischen den Landesteilen Baden und Württemberg markiert. Bis 1871 standen dort die Zollbeamten und kontrollierten die Grenze.

Das Highlight zwischen Villingen und Schwenningen ist das Schwenninger Moos. Dabei handelt es sich um ein Regenmoorgebiet, das komplett unter Naturschutz steht. Besonders beliebt ist es bei Naturfotografen und mit über 1000 Instagram-Beiträgen allein unter dem #schwenninger moos eines der erfolgreichsten Fotomotive in der Region. Das liegt wohl zum einen an der schön-schaurigen Atmosphäre eines Moores. Zum anderen ist das Schwenninger Moos von besonderer Schönheit in den Morgenstunden, wenn sich leichter Nebel über die Quelle legt und du auf dem Holzsteg spazieren gehst. Über diesen Steg hast du auch die Möglichkeit, in das Moor selbst hineinzugehen und dir die heimische Pflanzenwelt von ganz nah anzuschauen. Außerdem entspringt im Schwenninger Moos auch noch der Neckar, weswegen das Gebiet auch als Neckarursprung bezeichnet wird.

In Schwenningen selbst gibt es eine moderne und frisch sanierte Innenstadt zu bewundern. Neben vielen Cafés und Restaurants gibt es da zusätzlich noch den Neckartower. Das ist ein kleiner Wolkenkratzer, der dir möglicherweise ein bisschen Großstadtcharme auch nach Schwenningen bringen kann. Übrigens liegt der Neckartower nicht weit vom Stadtpark Möglingshöhe. Der Park ist als offizielles Naherholungsgebiet anerkannt und du kannst dort um den Möglingsee spazieren gehen und entspannen. Wenn du dann abends feiern gehen und neue Leute kennenlernen möchtest, dann empfehlen wir die Expressguthalle am ehemaligen Ostbahnhof von Schwenningen. Der Club befindet sich am Ende des Stadtparks Möglingshöhe. Günstige Übernachtungsmöglichkeiten finden sich in Villingen-Schwenningen beispielsweise im Hotel Ketterer in Villlingen in unmittelbarer Nähe zur Stadtmitte.

Moos

Von Villingen bis nach Rottweil

Jetzt entscheidest du dich für die obere Straße. Sie führt dich direkt bis auf den Nordring der Villinger Altstadt. Laufe doch einfach an den Stadtmauern entlang, bis du am Bahnhof ankommst. Nach Rottweil kannst du nämlich sehr schnell mit dem Zug fahren. Über Rottweil selbst hast du ja bereits erfahren, dass es die älteste Stadt in Baden-Württemberg ist. Absolut sehenswert ist überdies das Schwarze Tor in der Rottweiler Innenstadt. Im Jahr 1230 begann man mit dem Bau des Tores und jahrhundertelang dienten die beiden oberen Stockwerke als Gefängnis für Rottweils Straftäter. Heute verleiht das Schwarze Tor der Altstadt eine mächtige Atmosphäre. Aber keine Angst, Rottweil hat längst nicht nur eine gut erhaltene Altstadt zu bieten. Darüber hinaus kommen Reisende aus aller Welt, um auf die höchste Besucherplattform Deutschlands zu gelangen. Die Rede ist vom 246 Meter hohen Thyssenkrupp-Elevator-Testturm. Von der Aussichtsplattform aus kann man selbstverständlich ganz Rottweil betrachten. Hinzu zieht es alle Feierwütigen und Eventhungrigen aus der Region ins Kraftwerk, einem ehemaligen Steinkohle- und Ölkraftwerk. Heute ist das die Location für jegliche Events und Partys im Umland. Du solltest im Vorfeld immer mal nachschauen, was da so ansteht und du kannst natürlich dort gut Leute kennenlernen. In Rottweil gibt es nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt eine Jugendherberge – der ideale Übernachtungsort!

Von Villingen nach Donaueschingen

Wenn du die Niedere Straße als Ausgangspunkt wählst, so kannst du zum einen an der ruhigen und von den Villingern sehr geschätzten Brigach entlanglaufen. Die Brigach ist ein Fluss, der durch Villingen fließt und bei Donaueschingen in die Donau mündet. An der Brigach gibt es einen kleinen Wanderweg und Treppen, wo du dich hinsetzen kannst. Zum anderen kannst du von der niederen Straße aus, den Bahnhof auch fußläufig erreichen und mit dem Regional-Express bist du in Donaueschingen in weniger als 10 Minuten. Donaueschingen ist vor allem bekannt für die Donauquelle. Von diesem Punkt aus entspringt Europas längster Fluss, die Donau. Gleichwohl ist es so, dass sich zwei Donauquellen eingebürgert haben. Auf der einen Seite gibt es die natürliche Quelle östlich von Donaueschingen, an welcher sich die zwei Flüsse Brigach und Breg zur Donau zusammenführen. Auf der anderen Seite gibt es eine wie ein Brunnen aufgebaute Quelle in der Innenstadt. Der Eintritt ist kostenfrei und es handelt sich um die größte touristische Attraktion Donaueschingens. Ganz in der unmittelbaren Nähe lohnt sich das Fürstlich Fürstenbergische Schloss und der dazugehörige Schlosspark. Das Donaueschinger Schloss ist vor mehr als fast 500 Jahren gebaut worden und im Privatbesitz der Adelsfamilie Fürstenberg. Die ausgedehnte Grünanlage lädt herrlich zu einem gemütlichen Picknick ein. Du solltest es außerdem nicht verpassen, unbedingt an der berühmten Terrasse der Fürstenberg Brauerei eines der traditionsreichsten Biere Baden-Württembergs zu verkosten. Hier wird nämlich schon seit 1283 Bier gebraut. Wenn du es hingegen etwas kultureller möchtest, kannst du ins Museum Art.Plus, einem Museum für zeitgenössische Kunst und dich an internationalen Kunstwerken und Ausstellungsobjekten erfreuen. Jedoch legt das Museum auch bewusst den Fokus darauf, moderne Kunst explizit aus der Region zu präsentieren.

Wandern im Stadtwald

Sobald du die Rietstraße verlassen hast, bist du eigentlich schon in einem weiteren Villinger Spot, dem Hubenloch, dem höchstgelegenen Rosengarten Deutschlands. Dort triffst du auf Leute, die joggen oder spazieren gehen, aber auch ein nahegelegener Skatepark erfreut sich großer Beliebtheit. Daneben gibt es auch ein Holzdeck, das zum Sonnenbaden einlädt. Auch im Hubenloch gibt es einen etwa 36 Meter hohen Aussichtsturm. Und na klar, du kannst von hier oben aus ganz Villingen bestaunen! Der Pavillon im Rosengarten wiederum ist ein beliebter Treffpunkt von Jugendlichen, wo man sich bei schönem Wetter nicht nur in Corona-Zeiten gerne zum Feiern trifft. Wenn du Bock hast, sportliches Auspowern mit wunderschöner Schwarzwaldnatur zu verbinden, dann ist der Street-Workout-Park im Stadtwald Germanswald Richtung Unterkirnach etwas für dich. Es handelt sich dabei um eine Waldjoggingstrecke ausgestattet mit Klimmzugstangen, Sprossenwänden oder Devil Ladders.

Der gesamte Stadtwald von Villingen erstreckt sich bis nach Unterkirnach und ist der beliebteste Wanderspot im gesamten Stadtgebiet von Villingen-Schwenningen. Die gut 8 Kilometer vom Stadtzentrum Villingens bis nach Unterkirnach erfreuen sich größtmöglicher Beliebtheit. Das Highlight ist der Uhustein am Unterkirnacher Bahnhöfle. Einerseits kannst du auf den markanten Felsen hinaufklettern und andererseits hast du auch die Möglichkeit, direkt vom Wanderweg aus auf den Felsen zu gelangen. Oben ist nämlich ein Geländer zur Absicherung angebracht. Vom Uhustein aus erringst du auf jeden Fall einen wundervollen Ausblick auf das Groppertal. Zwischen Villingen und Unterkirnach befindet sich noch die Romäusquelle. An diesem Brunnen kommen täglich zig Leute vorbei und füllen das Wasser kanisterweise ab. Offiziell darf das Wasser nicht als Trinkwasser bezeichnet werden, aber die Einheimischen schwören auf eine heilende Wirkung des Wassers.

Fazit

Mit Villingen-Schwenningen und seiner Umgebung hast du Möglichkeit eine noch relativ unbekannte, aber dafür umso vielseitigere Region kennenzulernen. Du kannst nachhaltig mit dem Zug und zu Fuß überall hinkommen und bekommst dazu die Gelegenheit eindrucksvolle Naturlandschaften und historische Städte in einer spannenden Region Deutschlands zu erleben. Hinzu kommen noch die garantiert freundlichen Begegnungen mit den Menschen, die man hier kennenlernen kann. Es lohnt sich auf alle Fälle als Backpacker dieser Region zu begegnen.

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