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Uruguays Strände: Entlang der Küste

Uruguays Strände erstrecken sich über mehr als 1.000 km Küstenlinie. Hier erwarteten dich die historische Stadt Colonia del Sacramento, die Hauptstadt Montevideo, Punta del Este auch als Südamerikas St. Tropez bezeichnet, und das Hippiedorf Punta del Diablo. Lass dich von uns inspirieren und lerne die schönsten Küstenregionen des Landes kennen.

Warum du Uruguay besuchen solltest

Sicherlich geht Uruguay zwischen all den eindrucksvollen Landschaften und Städten, welche Südamerika zu bieten hat, auf den ersten Blick etwas unter. Doch du solltest das kleine Land auf keinen Fall unterschätzen: Die einzigartige Stimmung, die Reisende und Ansässige verbreiten, passt perfekt zum Backpacker-Lifestyle und Uruguay hält für jeden Geschmack Überraschungen bereit.

Es ist wirklich der perfekter Backpacker Traum! Man fühlt sich willkommen, wird liebevoll aufgenommen und kann perfekt entspannen. In den Hostels haben wir viele Gleichgesinnte getroffen, wurden schnell eingebunden und zu großartigen Erlebnissen mitgenommen.

Außerdem ist das Land, das 3,3 Millionen Einwohnern umfasst, sehr fortschrittlich. Es hat die höchsten Alphabetisierungsquote, die niedrigste Korruptionsrate und die gerechteste Einkommensverteilung Südamerikas. Was es einem einfachen und angenehmen Reiseziel macht, vor allem für Alleinreisende.

Kultur und Leute

Die Küstenregion um den Rio de la Plata, welche sich von Buenos Aires bis über den Großteil Uruguays erstreckt, hat einen stark ausgeprägten spanischen Dialekt und eine gemeinsame historische und kulturelle Entwicklung. Beispiele sind die Versionen des Tangos, die Gauchos oder auch das Mate Tee trinken, jedoch mögen weder Argentinier noch Uruguayer den Vergleich mit den jeweils anderen.

In den Straßen, am Strand und in den Parks wirst du viele mit Yerba Mate Tassen sehen. Wenn es um den heißen Kräutertee geht, sollte Argentinien am besten gar nicht erst erwähnet werden! Das Teilen einer Tasse Tees unter Freunden gehört zur Kultur. Viele rauchen auch Joints, da dies für Uruguays Einwohner legal ist, jedoch nicht für Ausländer¡

Finger die aus dem Sandstrand ragen

Anreise und Fortbewegung

Du kannst natürlich direkt nach Montevideo fliegen. Die Reise lässt sich aber auch ideal mit anderen Zielen verbinden. Von der argentinischen Hauptstadt Buenas Aires aus kannst du zum Beispiel eine Fähre über den Río de la Plata nach Uruguay nehmen.

Der Grenzübergang nach Brasilien verlief für uns etwas holprig. Wir hatten eine Busfahrt über die Grenzstadt Chuy gewählt. Dabei gab es Schwierigkeiten mit den Bustickets und Einreisestempeln, weshalb ein gewisses Vokabular in Spanisch oder Portugiesisch hier sehr hilfreich ist. Informiere dich vor dem Grenzübergang ausgiebig und plane genug Zeit ein. 

Innerhalb Uruguays, dem zweitkleinesten Land Südamerikas, kannst du dich mit dem Bus schnell und preiswert fortbewegen.

Das Klima

Uruguays Küste hat ein atlantisches, halbfeuchtes Klima mit deutlichen Temperaturunterschieden zwischen den Jahreszeiten. Die höchsten Temperaturen werden im Januar und Februar mit 28 °C bis über 40 °C erreicht, während es am kältesten im Juni und Juli ist.

Uruguays Strände sind heiß! Deshalb solltest du eines besonders beachten: den Sonnenschutz! Denn über Uruguay prangt ein Ozonloch, weshalb die UV-Strahlung hier besonders stark ist. Egal, welchen Hauttypen du hast, creme dich kräftig ein, ziehe einen Sonnenhut auf und bleibe zur Mittagszeit im Schatten.

Die schönsten Ziele an Uruguays Stränden

Colonia del Sacramento

Wir haben unsere Reise entlang Uruguays Stränden in der Stadt Colonia del Sacramento im Süden des Landes begonnen. Die älteste Stadt Uruguays ist UNESCO-Weltkulturerbe und liegt an der riesigen Flussmündung des Río de la Plata. Durch die zahlreichen Erdsedimente, die der Fluss bis ins Meer schwemmt, ist das Wasser bräunlich verfärbt.

Die Kleinstadt hat ein unglaublich entspannendes und charmantes Ambiente. Die bunten Häuschen, die vielen Oldtimer und die schön dekorierten Geschäfte mit Handwerkskunst werden dich verzaubern.

Während der Kolonialzeit war Colonia del Sacramento ein wichtiger Handelsknoten und zwischen Spaniern und Portugiesen stark umkämpft. Da die Stadt so oft den Besitzer wechselte, gibt es heute ein spanisches und ein portugiesisches Museum. Außerdem solltest du dir das historische Stadttor und den alten Leuchtturm nicht entgehen lassen.

Die Uferpromenade Rambla de las Americas bietet viele kleine Restaurants, Bars und den Yachthafen. Wir haben hier drei ruhige Tage verbracht, bevor es uns in die Metropole Montevideo weiterzog.

Der Schriftzug Montevideo mit der Strandpromenade im Hintergrund

Montevideo

In der Hauptstadt und ihrer Umgebung leben über die Hälfte der Uruguayer. Seit vielen Jahren ist sie die Stadt mit der höchsten Lebensqualität in Lateinamerika. Das Durchschnittsalter ist sehr jung und das Flair modern.

Das Wasser ist schon deutlich blauer als in Colonia del Sacramento und an der Promenade Rambla de Montevideo befinden sich die Urbansten unter Uruguays Stränden. Je nach Jahreszeit finden neben Surf- und Sportveranstaltungen auch Musikfestivals und Karnevalsumzüge an und nahe den Sandstränden statt. Einige Parks sowie das historische Zentrum liegen ebenfalls in Ufernähe.

In der Altstadt, Ciudad Vieja, befindet sich der Plaza de Independencia mit einer Statue von José Gervasio Artigas. Neben dieser gehen Treppen abwärts in ein unterirdisches Mausoleum des Freiheitskämpfers. Die nahestehenden Gebäude kannst du bei einer kostenlosen Free Walking Tour kennenlernen.

Nicht weit davon befindet sich das Teatro Solis aus dem 19. Jahrhundert, das mit einer vergoldeten Kuppel im Innenraum geschmückt ist. Wenn du staatliche Museen besuchen willst, erhältst du mittwochs freien Eintritt. Wir waren zum Beispiel in dem Espacio de Arte Contemporáneo, das ehemalige Gefängnis ist heute ein zeitgenössisches Kunstmuseum. 

Außerdem gibt es ein Gaucho Museum, in der die Kultur der Viehhirten dargestellt wird und eine Ausstellung über den Flugzeugabsturz einer uruguayischen Rugby Mannschaft von 1972 und wie diese Monate lang in den Anden überlebte.

Zum Bummeln empfiehlt sich die Feria de Tristan Narvaja der größte Flohmarkt von Montevideo. Handgemachte Empanadas konnten wir am Mercado del Puerto essen, dem alte Hafenmarkt, aber auch viel gegrilltes Fleisch und andere Spezialitäten. 

Wir haben uns im Blanes Hostel äußerst wohlgefühlt und nette Begleiter für unsere Weitereise gefunden. Mit diesen haben wir auch das Nachtleben der Stadt erkundet. Neben Tango Cafés gibt es nette Bars und kleine Discotheken mit jungem, alternativem Ambiente.

Uruguays Strände: Die Stadt Punto del Este

Punta de Oeste

Nun kommen wir endlich zur Atlantikküste, an der sich eindeutig die Schönsten unter Uruguays Stränden befinden. In dem Städtchen mit Skyline macht die reiche Oberschicht Südamerikas gerne Urlaub, z. B. Shakira hat hier ein Ferienhaus und kurioserweise gibt es einen Trump-Tower. Trotzdem kann man auch als Backpacker eine bezahlbare Unterkunft finden.

Wir haben jedoch nicht direkt in Punta del Este übernachtet, sondern in den benachbarten Ortschaften Maldonado und La Barra, da diese schnell zu erreichen sind und dir oft bessere und preiswertere Unterkünfte bieten.

Die lange Sandstrandpromenade erstreckt sich über die gesamten Flanken von Punta del Este. Ein bekannter Foto-Spot sind riesige aus dem Sand herausragende Finger, welche die Illusion einer unter den Dünen liegenden Hand bilden.

Du musst auf jeden Fall das nahegelegene Casapueblo besichtigen. Das wunderschöne, weiße Gebäude, wurde 1960 eröffnet und von dem berühmten Künstler Carlos Páez Vilaró entworfen und bewohnt. Der Stil erinnert an die Häuser der griechischen Stadt Santorini.

Heute beherbergt das Gebäude ein Hotel, ein Museum und eine Kunstgalerie sowie ein Restaurant. Es lohnt sich am Nachmittag hinzugehen, um von den Felsen neben dem Casapueblo aus auch gleich den Sonnenuntergang zu genießen. Weitere Sehenswürdigkeiten findest du in unserem Artikel über Punta del Este.

Punta del Diablo

Wer es weniger chic und mehr entspannt bevorzugt, sollte das Hippiedorf Punta del Diablo nicht verpassen. Dieses heißt auf Deutsch „Spitze des Teufels“ und ist deutlich rustikaler: Unbefestigte Straßen, künstlerisch verzierten Holzhütten und eine bunte Mischung aus jungen Reisenden und ansässigen Fischern.

Hier musst du dir keine Sorgen machen, dass die Polizei kommt, wenn du als Frau am Strand oberkörperfrei bist. Dies ist nämlich eigentlich in den meisten Teilen Südamerikas ein striktes No-Go, aber hier geht es sehr gelassen und alternativ zu.

Einige der Unterkünfte liegen etwas außerhalb, mit Campingplätzen und ehemaligen Schiffscontainer. Am Lagerfeuer wird gesungen, Gitarre gespielt und gemeinsam in den Sternenhimmel geschaut.

Auch gute vegetarische und vegane Restaurants bietet die Ortschaft und wer Fisch mag, kann vom frischen Fang kosten. Auch die Bars und Clubs sind aus Holz, vor denen Pferde angebunden sind. Und unter die Leute auf der Tanzfläche mischen sich immer wieder einige der unzähligen, frei streunenden Hunde. Hier gibt es weitläufige Strände: den Playa de Pescadores direkt am Dorf und etwas weiter den Playa de la Viuda sowie den Playa de Rivero, an denen man gut surfen kann. Der Nationalpark Santa Teresa im Norden hat eine geschützte Küste und leere Strände, die von grünen Meeresschildkröten bewohnt werden.

Der Sternenhimmel über dem Dorf Cabo an Uruguays Stränden

Cabo Polonio

Punta del Diablo bietet schon einiges an Abgeschiedenheit und einfachem Lebensstil. Aber wenn dir das noch nicht isoliert genug ist, solltest du nach Cabo Polonio gehen.

Ein Dorf ohne fließendem Wasser, Strom oder Anschluss ans Straßennetzt. Der Bus setzt einen am Straßenrand ab und dann geht es mit dem Lastwagen über Sanddünen weiter.

Cabo Polonio besteht aus circa 100 kleinen Hütten mit Blick aufs Meer. Einen Generator haben nur ein Restaurant und der kleine Dorfladen, wo du dein Handy laden kannst. Hier kannst du absolute Ruhe und Abgeschiedenheit an paradiesischen Stränden genießen. Und nach dem atemberaubenden Sonnenuntergang erwartet dich der Sternenhimmel deiner Träume, mit einer deutlich sichtbaren Milchstraße.  

Fazit

Nun haben wir dir für Uruguays Strände die schönsten und spannendsten Orte vorgestellt. Das war natürlich längst nicht alles, was das Land zu bieten hat, entdecke mit uns weitere 11 Top-Dinge, die du in Uruguay tun kannst.

Uruguay wirkt vielleicht etwas unscheinbar und kommt vielen nicht als erstes Reiseziel in Südamerika in den Sinn. Wir hatten dort jedoch eine wunderbare Zeit und haben viele Freunde gefunden.

Es wird dir mit Sicherheit genauso ergehen! Also schnapp dir deinen Rucksack und mach dich auf die Reise zu deinem nächsten Abenteuer! Uruguays Strände warten auf dich!

Lucia Mardaus

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