Sansibar, die exotische Insel von Tansania

Bei vielen Reisenden hat Sansibar einen exotischen Ruf. Dabei liegt die Insel vor dem afrikanischen Festland gar nicht mal so weit entfernt. Du kannst das beliebte zu Tansania gehörende Urlaubsziel sogar ziemlich leicht erreichen.

Auf Sansibar erwarten dich vor allem Strände aus weißem Sand, die mehrere Kilometer lang sind. Zudem findest du auch noch türkisfarbenes Meer und jede Menge Palmen. Perfekt also, wenn du auf der Suche nach einer Alternative zu den überfüllten Stränden in Italien oder Kroatien bist. Außerdem eignet sich Tansania wegen seiner Atolle und Korallenriffe hervorragend zum Schnorcheln oder Tauchen.

Zudem sorgt die entspannte Lebensweise der Einheimischen für ein richtiges Urlaubsfeeling. Im Gegensatz zu unserem doch eher hektischen Alltag gilt hier die Lebensweisheit „pole-pole“, was auf Deutsch so viel wie „langsam“ bedeutet. Hier legen die Bewohner ein entschleunigendes Verhalten an den Tag, welches dich innerhalb kürzester Zeit ebenfalls ansteckt.

Natürlich kannst du aber auch einige Städte erkunden. Die Insel wurde für lange Zeit sowohl von den Arabern als auch vom britischen Empire beherrscht. Aus diesem Grund findest du auf Sansibar sehr viele Einflüsse der indischen und arabischen Kultur. Vor allem die Architektur und die historischen Sehenswürdigkeiten zeugen von den Einflüssen der fremden Völker.

Sansibar ist also ein wahres Paradies, in dem du dich garantiert wohlfühlen wirst. In diesem Artikel verraten wir dir, welche Orte du auf der Insel auf jeden Fall mal besuchen solltest.

Sansibar Tansania - Strand


Stone Town

Stone Town ist der historische Teil der Hauptstadt Sansibars und könnte nicht treffender benannt worden sein. In diesem geschichtsträchtigen Viertel erwartet dich ein wahres Labyrinth aus Gassen und du kannst zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie Moscheen und Basare entdecken.

In der Vergangenheit war Stone Town ein bedeutungsvoller Handelsposten. Aus diesem Grund haben hier viele andere Kulturen ihre Einflüsse hinterlassen – allen voran die Inder, Araber und Europäer. Zusammen mit der Kultur der einheimischen Swahili ergibt dies das heutige Sansibar in seiner schönsten Form.

Natürlich hat Stone Town auch einige wundervolle Sehenswürdigkeiten zu bieten. Eines von ihnen ist die im späten 19. Jahrhundert erbaute St.-Josef-Kathedrale. Diese wurde von französischen Missionaren erbaut und ragt aus all den Gebäuden im Viertel hoch hinaus. Ebenso schön, aber etwas moderner ist das Cine Afrique, welches im Art Déco Stil erbaut wurde.

Es gibt aber natürlich auch noch einige ältere Gebäude in der Stadt zu entdecken. Das Old Fort ist das älteste Gebäude von Stone Town und stammt aus dem Jahr 1699. Und das Haus der Wunder, welches ursprünglich für den Sultan von Sansibar errichtet wurde, stammt von 1883. Heute findest du darin ein Museum über die Geschichte von Sansibar.

Sansibar Tansania - Stone Town Fensterläden


Jambiani

Jambiani ist ein altes Fischerdorf, welches du an der Südostküste der Hauptinsel Unguja findest. Die meisten der Einheimischen sind entweder Fischer oder Algenbauer, weswegen es dort ziemlich entspannt zugeht. Und obwohl das malerische Dörfchen von so vielen Hotspots des Tourismus auf Sansibar nicht besonders weit entfernt ist, hat es Jambiani geschafft, sich seine authentische Atmosphäre zu bewahren.

Viele der Geschäfte und Hotels werden von Familien geführt. Und die Einwohner sind in der Tat auch alle extrem gastfreundlich, wie du wohl ziemlich schnell feststellen wirst. In den Restaurants genießt du dank der Lage am Meer auch frische Meeresfrüchte.

Eines der Highlights von Jambiani ist der Strand. Dieser erstreckt sich über eine Länge von etwa sieben Kilometern und wirkt mit seinem puderweißen Sand wie das Paradies auf Erden. Zudem befindet sich nahe der Küste auch ein wunderschönes Korallenriff, das du bei einer Schnorcheltour erkunden kannst. Dazwischen befindet sich eine türkisfarbene Lagune, die sich hervorragend zum Windsurfen eignet.


Paje

Paje ist ein weiteres kleines Fischerdorf auf Sansibar, es liegt etwas nördlich von Jambiani und wird dich insbesondere dank seines türkisfarbenen Wassers und dem weißen Sand am Strand begeistern. Im Grunde ist das ganze Dorf von Sand umgeben, was Paje zu einem idealen Ort zum Entspannen macht.

Zudem ist dieses kleine Dorf ein wahrer Hotspot für Kitesurfer. Darüber hinaus kannst du aber auch in dem Meer tauchen gehen und dabei so manchen Meeresbewohner ganz aus der Nähe sehen. Vor allem Schildkröten, Aale und Seesterne wirst du mehr als genug finden.


Nungwi

Nungwi ist zwar ebenfalls ein Dorf, ist aber deutlich größer als Jambiani und Paje und liegt an der nördlichsten Spitze von Unguja. Es ist auch bei Touristen ein sehr beliebter Ort, wie du schnell feststellen wirst. Das liegt wohl auch daran, dass du einen der schönsten Strände der Welt vorfindest.

Früher waren hier vor allem Backpacker zu finden. Aber mittlerweile kommen auch immer mehr Touristen aus aller Welt dazu. Um all seine zahlreichen Besucher bei Laune zu halten, gibt es außerdem noch viele Sehenswürdigkeiten wie das Baraka Aquarium. Besonders beliebt ist der Ras Nungwi Beach, wo du unter anderem kitesurfen kannst. Außerdem kannst du die Tiefen vor der Küste beim Tauchen erkunden.

Sansibar Tansania - Meer


Kendwa

Etwas ruhiger als in Nungwi geht es hingegen im etwa drei Kilometer entfernten Kendwa zu. Im Gegensatz zu dem beliebten Touristenziel ist es hier gar nicht überfüllt und es ist genug Platz für jeden Besucher vorhanden.

Kendwa ist auch der Schauplatz der Full Moon Party. Vor allem Backpacker sind gerne zu Gast bei dieser monatlich stattfindenden Party am Strand, die von Kendwa Rocks veranstaltet wird. Aber auch abseits dessen hat Kendwa viel zu bieten. Wie wäre es denn zum Beispiel mit einer Schnorcheltour vor der Küste, um die atemberaubende Unterwasserwelt von Sansibar kennenzulernen?


Matemwe

Matemwe ist der perfekte Ort, wenn du dich in Ruhe entspannen und abseits der touristischen Hotspots etwas Zeit verbringen willst. Das Dorf befindet sich an der Ostküste von Unguja und ist mit einem langen Strand gesegnet, den aus uns unbekannten Gründen nur wenige andere Reisende besuchen. Damit fühlt sich Matemwe noch wie ein echter Rückzugsort an.

Direkt vor der Küste befindet sich die Insel Mnemba, welche vor allem wegen des Mnemba-Atolls bekannt ist. Du kannst in Matemwe sogar eine Tour buchen und mit dem Boot bis dorthin fahren. Hier kannst du beim Schnorcheln die Gewässer des kleinen Eilands auch aus nächster Nähe erkunden.

Dass so wenige Touristen vorbeischauen, können wir uns nicht erklären. Denn sowohl optisch als auch bezüglich der Freizeitgestaltung wird hier einiges geboten. Auch an Unterkünften mangelt es nicht, viele der traditionellen Gasthäuser befinden sich sogar in der Nähe des Strands.


Kiwengwa

Kiwengwa liegt im nordöstlichen Teil von Unguja und weiß durch seinen weißen Sandstrand zu gefallen. Der Ort trägt auch den Beinamen Little Italy, was vor allem daran liegt, dass viele der Hotels in Kiwengwa von Italienern geführt werden. Wenn du auf der Suche nach einem Ort bist, wo du in aller Ruhe die Sonne und das Meer genießen kannst, dann bist du hier auf jeden Fall goldrichtig.

Des Weiteren kannst du direkt am Strand von Kiwengwa auch kitesurfen lernen. Es gibt nämlich eine Kitesurf-Schule, wo du dich an diesem aufregenden Sport probieren kannst und von erfahrenen Kitesurfern auch noch einige Tipps bekommst.

Bekannt ist Kiwengwa vor allem wegen seiner Resorts. Wir empfinden deswegen eher die Umgebung als deutlich interessanter. Ganz in der Nähe findest du zum Beispiel die Kiwengwa-Höhlen. Diese sind ein wahres Geschenk von Mutter Natur und wurden erst im Jahr 2002 entdeckt. Im Inneren erwarten dich vor allem eindrucksvolle Gebilde aus Stalagmiten und Stalaktiten, aber du kannst hier auch auf Tuchfühlung mit Fledermäusen gehen. Ganze fünf Arten von ihnen flattern durch die dunklen Gänge, die von den Korallen gebildet wurden.


Michamvi

Die Halbinsel Michamvi findest du in der südöstlichen Ecke der Hauptinsel. Bekannt ist sie vor allem für ihre strahlend weißen Sandstrände und die Palmen, die dort überall verstreut sind. Außerdem gibt es einen Abschnitt mit einem Riff, das nur darauf wartet, von dir erkundet zu werden.

Michamvi ist noch ziemlich ländlich geprägt und ein weitgehend unberührter Teil von Unguja. Zwar kommen immer wieder gerne Touristen vorbei, aber die Halbinsel ist noch nicht so überlaufen wie viele andere Orte in Sansibar. Unter anderem kannst du hier in einer Tauchschule das Tauchen lernen oder die Oba-Oba-Lagune beim Schnorcheln erkunden.


Fazit

Sansibar klingt erst einmal nach einem völlig exotischen und fernen Reiseziel. Dabei ist die Insel relativ leicht zu erreichen, da sie recht nahe dem Festland von Tansania liegt. Auf der Insel erwartet dich eine einzigartige Mischung verschiedener Kulturen. Das liegt vor allem daran, dass die Insel lange Zeit ein wichtiger Handelsposten war. Dadurch hat sich Sansibar zu einem wahren Schmelztiegel von vielen unterschiedlichen Kulturen entwickelt.

Wenn du die Hauptstadt besuchst, solltest du auf jeden Fall auch das historische Viertel erkunden. Dieses trägt den passenden Namen Stone Town und du wirst es garantiert genießen, dich in den labyrinthartig angelegten Gassen zu verirren. Zudem gibt es mit der St.-Josef-Kathedrale, dem Cine Afrique, dem Old Fort und dem Haus der Wunder auch einige fantastische Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Ansonsten kannst du auf Sansibar auch viele alte Fischerdörfer entdecken. Uns haben vor allem Paje, Nungwi und Kendwa gefallen. Und wenn du ein auch heute noch authentisches Dorf kennenlernen möchtest, solltest du auf jeden Fall mal in Jambiani vorbeischauen.

Sansibar ist auch hervorragend zum Tauchen oder Schnorcheln geeignet. In der Nähe der Küste findest du zahlreiche Korallenriffe, die du von den zahlreichen Dörfern aus erreichst. Und etwas weiter im Inneren der Insel kannst du zudem noch die Kiwengwa-Höhlen erkunden.

Wir können dir eine Reise nach Sansibar also von ganzem Herzen empfehlen. Die Einwohner sind wahnsinnig gastfreundlich und es wird viel geboten. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und schauen auch heute noch immer wieder gerne mal hier vorbei.

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