Serbien und Montenegro

Serbien und Montenegro sind zwei Länder, die noch bis zum Jahr 2006 zusammengehört haben. Auch heute noch sind die beiden Länder eng miteinander verbunden, viele Montenegriner studieren in Belgrad und die Serben machen gern Urlaub an der Küste.

Trotzdem gibt es auch einige Unterschiede zwischen den beiden Ländern. Während Serbien vor allem das kyrillische Alphabet nutzt, wird in Montenegro sowohl das kyrillische als auch das uns bekannte lateinische Alphabet verwendet. Aber was die beiden Länder gemeinsam haben, sind die wundervollen Sehenswürdigkeiten.

In Montenegro ist vor allem die Natur atemberaubend. Die montenegrinischen Städte solltest du eher als eine Art Homebase sehen, von denen aus du dich ins nächste Abenteuer stürzen kannst. Serbien überzeugt hingegen mit der wunderschönen Metropole Belgrad.

Schöne Städte in Montenegro

Kotor

Dominiert von der Kathedrale des Heiligen Tryphon aus dem
12. Jahrhundert, ist die Altstadt von Kotor eine der am besten erhaltenen befestigten mittelalterlichen Städte an der Adriaküste. Der venezianische Stil der Stadt ist unverkennbar, und in der Tat war Venedig eines von vielen Imperien, welche dieses Gebiet über viele Jahrhunderte beherrscht haben.

Kotor Montenegro Stadt von oben

Kotor liegt am Rand der strahlend blauen Bucht von Kotor. Die Stadt ist umgeben von zahlreichen aufsteigenden Bergen, die du von allen Ecken der Stadt aus sehen kannst. Und in der Stadt selbst gibt es eine wunderschöne Altstadt, durch deren Gassen du schlendern kannst und dich zwischendurch in einem der traditionellen Restaurants oder Cafés ausruhen kannst.

Unverkennbar im venezianischen Stil ist Kotor umgeben von dramatischen, aufsteigenden Bergen. Und wenn du einen atemberaubenden Blick über die Stadt und die Bucht haben möchtest, dann können wir dir vor allem eine Wanderung auf die oberen Stadtmauern ans Herz legen.

Ulcinj

Ulcinj liegt direkt an der albanischen Grenze an der Südspitze Montenegros. Es ist eine alte Hafenstadt, die gegen Ende des zehnten Jahrhunderts auch als „Piratenhauptstadt der Adria“ berüchtigt war. Heute gibt es zwar keine echten Piraten mehr in Montenegro, aber dafür kannst du in Ulcinj einige wunderschöne Moscheen entdecken und dich in einem der orientalischen Restaurants entlang der Strandpromenade ausruhen.

Die Gegend ist vor allem für ihre Strände bekannt. Besonders berühmt ist der Velika Plaza, welcher mit zwölf Kilometern der längste Strand Montenegros ist. Das Wasser ist hier sehr seicht und somit ideal für Familien mit kleinen Kindern geeignet. Aber auch für Kitesurfer, die das spiegelglatte und flache Wasser und die vorherrschenden Winde nutzen, ist dies ein Hotspot.

Atemberaubende Orte in Montenegros Landschaft

Die Lipa-Höhle

Die Lipa-Höhle ist eine der größten Höhlen in Montenegro und liegt nur wenige Kilometer vom Dorf Cetinje entfernt. Die Höhle wurde eigentlich eher zufällig entdeckt. Ein Hund ist hier nämlich mal durch ein Loch in die Tiefe gestürzt, aber konnte durch eine andere Öffnung wieder herauskommen.

Heute ist diese Karsthöhle eine der beliebtesten Touristenattraktionen Montenegros und zieht Leute aus aller Welt an. Wenn du sie selbst mal besuchen möchtest, fährst du zuerst mit einem kleinen Zug durch eine Landschaft voller Feigenbäume, bevor du zum Eingang der Höhle gelangst. Von dort aus gibt es geführte Touren durch einige der Gänge und Hallen, die vom tropfenden Wasser in Tausenden von Jahren geformt worden sind.

Die Blaue Grotte

Montenegros noch relativ unentdeckte Halbinsel Lustica ist die Heimat zahlreicher charmanter Dörfer und traumhafter Strände. Aber das Highlight ist natürlich die Blaue Grotte, die ihren Namen von dem leuchtend blauen Wasser hat. Diese Farbe kommt von dem Licht, welches vom sandigen Boden der rundlichen Höhle reflektiert wird.

Die Blaue Grotte kannst du allerdings nur mit dem Boot erreichen. Von April bis Oktober gibt es regelmäßige Verbindungen vom Yachthafen in Herceg Novi zu dieser Grotte. Außerdem fahren von diesem Hafen auch zahlreiche Boote zu weiteren interessanten Orten in der Nähe.

Der Skutarisee

Der Skutarisee liegt an der Grenze zu Albanien und ist der größte natürliche See der Balkanhalbinsel. Er ist ein großartiges Ausflugsziel für Naturliebhabende und Heimat zahlreicher Arten von Zugvögeln und anderer Wildtiere. Die montenegrinische Seite des Sees wurde außerdem zum Nationalpark ernannt.

Am südwestlichen Ufer des Sees findest du den Murici-Strand. Dies ist ein unberührter und ruhiger Küstenabschnitt, welcher von der wunderschönen Rumija-Bergkette umgeben ist. Um zu ihm zu gelangen, musst du über eine steile Straße zu einem kleinen Dorf am Rand des Sees fahren. Dafür wirst du mit einem Ort belohnt, an dem du die frische Luft und das ländliche Ambiente einatmen kannst.

Bezaubernde Städte in Serbien

Belgrad

Serbiens Hauptstadt Belgrad liegt an der Kreuzung zwischen den Flüssen Donau und Save und bietet eine verblüffende Mischung aus alten und neuen Architekturen. Die ganze Bandbreite der Stadt reicht von Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert bis hin zu Bauweisen der Art Nouveau. Es gibt ein bisschen was von allem in der serbischen Metropole.

Belgrad Serbien Sonnenuntergang & Statue

Eines der Highlights in Belgrad ist die Kalemegdan-Festung, die sich im Kalemegdan-Park befindet und deren Überreste heute noch stehen. In diesem Park befindet sich auch das Militärmuseum, in dem du sogar die Überreste eines US-Tarnkappenbombers anschauen kannst. Neben der Festung gibt es in Belgrad aber auch orthodoxe Kirchen, farbenfrohe Fassaden und malerische Plätze in Hülle und Fülle.

Novi Sad

Die zweitgrößte Stadt in Serbien, Novi Sad, ist die Hauptstadt der Provinz Vojvodinia. Diese Stadt solltest du bei einer Reise durch Serbien auf keinen Fall verpassen. Das Wahrzeichen dieser Stadt ist die Petrovaradin-Festung, ein geschütztes Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, welches ein wachsames Auge über die Stadt hält.

Es gibt auch viele malerische Orte in der Stadt. Einer von ihnen ist zum Beispiel die Varadin-Brücke, welche die Donau überspannt. Und wenn du Lust auf etwas Geschichte und Kultur hast, solltest du auch unbedingt das Altstadtviertel Stari Grad besuchen. Dort findest du neben Bars und Cafés zahlreiche Kriegsdenkmäler, Museen und Kunstgalerien.

Außerdem finden in Novi Sad jedes Jahr im Juli das EXIT statt. Dieses gilt als eines der wichtigsten sommerlichen Musikfestivals in ganz Europa und es treten zahlreiche international bekannte Stars auf den Bühnen auf.

Niš

Niš ist die drittgrößte Stadt Serbiens und liegt im Süden des Landes. Hier erwartet dich eine entspannte und lebensfrohe Atmosphäre, gepaart mit einer Reihe von Sehenswürdigkeiten wie dem Denkmal von Konstantin dem Großen, welches stolz im Zentrum der Stadt steht.

Das wohl bekannteste Gebäude der Stadt ist die Festung von Niš, die im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Hier treffen die moderne und die historische Seite der Stadt aufeinander, denn im Bereich vor der Festung kannst du eine Reihe von Cafés entdecken, die vor allem von den hier lebenden Studenten besucht werden. Aber auch du kannst dort den einen oder anderen leckeren Cappuccino trinken, wenn du auf der Suche nach Ruhe und Entspannung bist.

Die bezaubernde Natur Serbiens

Vinca und die archäologische Ausgrabungsstätte

Die Region Vinca ist außerhalb von Belgrad gelegen und einer der wichtigsten Orte in der Geschichte Serbiens. Sie wurde durch die archäologischen Funde in der Ausgrabungsstätte Belo brdo berühmt, viele davon aus Stein oder Knochen, einschließlich Statuen, Ornamente und Trinkgefäße.

Bei einem Besuch kannst du sowohl die Stätte als auch das Museum besichtigen. Letzteres zeigt dir Beispiele der neolithischen Kultur, von denen gesagt wird, dass sie aus der Zeit von etwa 5000 bis 4000 vor Christus stammen.

Das Kopaonik-Gebirge

Wenn du Wintersport magst und während der Zeit von Dezember bis April durch Serbien reist, dann solltest du auf jeden Fall das Kopaonik-Gebirge besuchen. Dort erwarten dich zahlreiche Pisten, die für jede Erfahrungsstufe geeignet sind. Außerdem gibt es mehr als 20 Skilifte, die das Gebiet bedienen.

Aber auch außerhalb der Skisaison wird das Gebirge keinesfalls langweilig. In der warmen Jahreszeit kannst du hier wunderbar bergsteigen oder wandern gehen und dabei die Vögel beobachten. Vor allem die zahlreichen Schreine und Kirchen aus Holz sind ein wahrer Genuss für die Augen eines jeden Spaziergängers.

Der Fluss Drina

Dieser Fluss ist genau dann etwas für dich, wenn du Lust auf einen Adrenalinrausch in der freien Natur hast. Die Drina liegt im Westen Serbiens und ist ideal für Rafting-Touren geeignet. Du kannst dich bei einer Reihe von lokalen Unternehmen anmelden, die dich zusammen mit geschulten Guides auf das Wasser bringen.

Du kannst es aber natürlich auch ruhiger angehen. Die majestätische Landschaft rund um den Fluss kannst du auch außerhalb des Wassers erkunden. Bei der vielfältigen Fauna und Flora ist dies eine gute Gelegenheit, der Natur ein Stück näherzukommen.

Osteuropa Brücke

Fazit

Sowohl Montenegro als auch Serbien bieten wundervolle Städte und atemberaubende Landschaften, die das Herz eines jeden Reisenden erfreuen werden. In Montenegro kannst du zum Beispiel Kotor und Ulcinj besuchen, aber auch außerhalb der Städte gibt es viel zu erleben. Mit dem Skutarisee, welcher sich an der Grenze zu Albanien befindet, hat Montenegro auch Zugang zum größten See des Balkans.

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