Erfahrungen & Bewertungen zu Backpackertrail

Roadtrip auf Vancouver Island 

Vancouver Island präsentiert dir die Vielfalt Kanadas auf nur einer Insel. Unfassbar abwechslungsreich und mit verschiedenen Klimazonen, ist Vancouver Island gespickt mit endloser Natur. Hier gibt es Weinfelder, tropische Regenwälder und alpine Hochebenen, das alles auf nur einer Insel. Besonders zum Wildlife Watching ist ein Besuch von Vancouver Island empfehlenswert. Zwischen den vielen kleinen Inseln um den Swartz Bay ziehen Orcawale durch das Meer und auf der Hauptinsel leben große Populationen an Schwarzbären und Wölfen. Da das Reisen auf Vancouver Island mit öffentlichen Bussen nicht am bequemsten ist, empfehlen wir dir einen Van oder ein Allradfahrzeug zu mieten/zu kaufen und die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Deine Reise beginnt in der Regel entweder von Horseshoe Bay Ferry Terminal oder vom Tsawwassen Ferry Terminal, wo du je nach Abreiseort in Nanaimo oder Victoria ankommst. Angekommen auf der Insel geht’s los auf deinen Roadtrip durch die eindrucksvolle Natur von Vancouver Island.

Victoria

Victoria ist das Retirement Capital von Kanada, hört sich erstmal langweilig an, aber schnell wirst du verstehen, warum jeder hier seine Lebenszeit ausklingen lassen will. Denn Victoria gehört zu den schönsten Städten Kanadas. Aber nicht nur Rentner durchstreifen die Straßen, denn die University of Victoria zählt 20.000 Studenten, die dem Stadtbild einen lebhaften Vibe geben. In der Innenstadt gibt es eine Menge an coolen Thrift Shops, Bars und Restaurants, die dir einen entspannten Nachmittag verbreiten. Im goldenen Licht des Sonnenuntergangs lohnt sich ein Abstecher zum Hafen von Victoria. Man munkelt, dass der Hafen von Victoria übrigens der schönste Kanadas sei. Anschließend geht es für dich zur Fishermanns Wharf. Hier findest du eine umgebaute Werft, in der sich heute viele kleine Restaurants und Gift Shops eingefunden haben. Nachts kannst du dich dann auf wilden Frat Partys zwischen die Studenten mischen und hoffen, dass dein Kater für den nächsten Roadtrip-Tag nicht zu schlimm ist.


Von Sooke bis Port Renfrew

Hast du deine wilde Nacht in Victoria überlebt geht es zurück auf die Straße. Dein erster Stopp sind die Sooke Potholes. An einem warmen Sommertag der perfekte Ort um auszukatern. Der Sooke River fließt hier durch enge, kleine Canyons und von den Klippen des Canyons kannst du in das erfrischend kühle Wasser springen. An kleinen Buchten kannst du dein Handtuch aufschlagen und dich in der kanadischen Sonne bräunen bevor es weiter in Richtung Port Renfrew geht. Die enge Straße nach Port Renfrew führt dich entlang der dicht bewaldeten Küste. Beim Could Shoulder Café in Jordan River kannst du dir zum Wachbleiben einen schmackhaften Kaffee holen.

Nördlich von Jordan River beginnt der Juan de Fuca Trail. Auf dem 47 Kilometer langen Wanderweg entdeckst du verlassene Buchten und mystische Wälder in denen Schwarzbären leben. In den Fluten des Pazifiks schwimmen Seeotter und Seelöwen umher, die du während deiner Pausen am Strand begutachten kannst. Keine Lust auf lange Wanderungen? Dann lassen sich ein paar der Strände auch mit dem Auto erreichen. Angekommen in Port Renfrew kannst du dich dem lokalen Volkssport des Fischens widmen. Wenn du Glück beim Fischen hattest, dann wird abends beim Lagerfeuer dein wertvoller Fang unterm klaren Sternenhimmel von Vancouver Island gegrillt.

Auf dem Pacific Rim Highway

Schon ein Klassiker bei jeder Reise auf dem Pacific Rim Highway ist ein Halt bei Goats on Roof. Der quirlige Gift Shop verfügt über einen kleinen Farmers Market, wo du dich mit frischen Früchten und Gemüsen für deine Weiterreise eindecken kannst. Und ja, auf dem Grasdach des Giftshops befinden sich tatsächlich Ziegen. Deine gekauften Leckereien kannst du anschließend auf den Picknickbänken direkt am Cameron Lake vernaschen. Ebenfalls am Cameron Lake findest du denn Cathedral Cove vor. Im uralten Wald kannst du bis zu 800 Jahre alte Bäume bestaunen, welche teilweise bis zu 75 Meter in die Höhe reichen. Weiter auf dem Highway 4 erreichst du Port Alberni, wo sich alles ums Fischen dreht.

Auf der Logging Road Gracie Lake Main, abseits des Highways, findest du den perfekten Ort, um dein Camp aufzuschlagen. Direkt am Ufer des Sees liegen kleine Feuerstellen und die Bäume am Ufer laden dazu ein, die Hängematte aufzuspannen. Am nächsten Tag steht ein ordentlicher Hike auf dem Programm. Der 6,9 Kilometer lange Hike zum 50/40 Peak führt dich über 800 Höhenmeter durch den dicht verwurzelten Wald. Es geht hoch hinauf, vorbei am blau schimmernden Cobalt Lake und anschließend zum Peak, der dir einen einzigartigen Ausblick über die Berge Vancouver Islands bietet.

Nach der Wanderung wird sich erstmal ausgeruht. Am Wally Creek direkt am Highway hat der Fluss kleine Schluchten und Gumpen in den Felsen gegraben. An warmen Tagen lohnt sich ein kleiner Cliff Dive von den Felsen, um sich eine Abkühlung im kühlen Nass zu holen. Ab dem Wally Creek beginnt der schönste Teil des Highway 4. Hier schlängelt sich die Straße wunderschön entlang des Kennedy Rivers durch die tiefgrüne Vegetation der Insel. Am Ende ergibt sich der Kennedy River in den Kennedy Lake. Rund um den See findest du zahlreiche Strände und Campspots, wo du dir einen schönen Abend am Van machen kannst.

Ucluelet

Der kleine Ort Ucluelet steht für raue Winde und eine wilde Küste, welche jährlich im Winter von starken Stürmen heimgesucht wird. Abgetragene Felsen ragen ins Meer und zwischen ihnen liegen kleine windgeschützte Buchten, wo sich Strände befinden. Auf dem Wild Pacific Trail kann man die Küste am besten erkunden. Um Ucluelet herum findest du zudem diverse Surfspots, wo du den Winterstürmen auf deinem Brett trotzen kannst. Nördlich von Ucluelet liegt Mount Ozzard. Der Hike an sich ist vielleicht nicht der eindrucksvollste, aber der 360° View von der Spitze des Berges ist unübertroffen. Gerade zum Sonnenaufgang ist es einer der magischsten Orte auf der Insel. Nicht weit vor der Küste liegt die Broken Islands Group, ein wahres Naturparadies für Meeresbewohner. Die Inselgruppe bietet viel Schutz vor den starken Winden und potenziellen Räubern. Egal, ob aus der Luft oder vom Meer aus, jegliche Form die Inseln zu erkunden bieten ein unvergessliches Naturerlebnis.


Pacific Rim National Park

Der einzige National Park auf Vancouver Island verzaubert dich mit Traumstränden, atemberaubenden Wanderungen und einem guten Surf. Im Herzen des Parks liegt der Long Beach. Mit 11 Kilometern ist der Long Beach der längste Strand des National Parks und lädt zu endlosen Strandwanderungen ein. Besonders am Morgen ist der Strand sehr mystisch. Während sich der Nebel langsam verzieht, streifen kleine Wolfsrudel am Strand umher. Außerdem gibt es am Long Beach den ein oder anderen Surf Spot. Den schönsten Strand des Parks findest du jedoch weiter südlich in Richtung Ucluelet.

Am Florence Bay Beach trifft sich die Longboarder Szene Tofinos. Auf den kleinen Wellen des Bays werden Hang Ten‘s performt und anschließend mit den Freunden auf dem Driftwood am Strand gechillt. Um die Ecke des Florence Bays entdeckst du den Half Moon Bay. Über einen circa 2 Kilometer langen Wanderweg erreichst du den verlassenen Strand, wo du ideal in der Sonne fernab der Touristen entspannen kannst. Ein absolutes must-do ist der Trail zur Canso Airplane Crashsite. 1945 stürzte der Bomber der Canadien Royal Airforce in den Regenwald und ist seitdem eine Touristenattraktion. Ein schlammiger Trail führt vom Highway direkt zum Flugzeug, welches zerstreut in den Bäumen hängt.

Tofino

Tofino ist DAS Highlight auf deinem Roadtrip durch Vancouver Island. Am Ende des Highway 4 liegt das kleine Dorf. Niedliche Shops in Holzhütten, Cabins und unfassbar gute Restaurants prägen den Ortskern. Drumherum erstrecken sich die schönsten Strände Vancouver Islands, welche zum Abhängen, Surfen und zu abendlichen Lagerfeuern einladen. Tofino ist außerdem das Tor zum Clayoquot Sound, einem Weltnaturerbe mit unzähligen Inseln. Zu den Bewohnern des Clayoquot Sound gehören Wale, Seeotter, Seelöwen und Seevögel, die du auf Touren durch den Sound beobachten kannst. Zudem gibt es in der Region viele kleine Hikes durch den üppigen Regenwald der Region.


Campbell River

Zurück an der Ostküste von Vancouver Island führt dich dein Weg vorbei an Campbell River. Hier lohnt es sich einen Stopp einzulegen. 2 Kilometer außerhalb des Ortes befinden sich die Elk Falls. Vor allem im Frühjahr während der Schneeschmelze ist der Wasserfall besonders beeindruckend. Eine Hängebrücke, die über den Canyon führt, ermöglicht dir den Perfekten Blick auf den tossenden Wasserfall. Mittelpunkt von Campbell River ist der Discovery Fishing Pier. Hier sammeln sich täglich eine Menge an Touristen und Fischern, um den Fang des Tages zu ergattern. Falls du keine eigene Ausrüstung hast, kannst du dir diese auch direkt am Pier mieten. Zur Belohnung gibt es das beste Eis der Stadt direkt am Pier. Einer der schönsten Wege, um die Natur um Campbell River zu entdecken, ist der Ripple Rock Trail, welcher dich zu zwei faszinierenden Aussichtpunkten leitet. Von hier bekommst du einen hervorragenden Blick über die Meerenge zwischen Vancouver Island und Quadra Island.

Strathcona Provincial Park

Der Strathcona Provincial Park liegt im Herzen von Vancouver Island und ist ein wahres Hiking-Paradies. Die Hochebene verfügt über endlose Wanderwege, welche es zu erkunden gilt. Daher nimm dir ruhig ein paar Tage, um die ganze Schönheit des Provincial Parks einzusaugen. Einer der schönsten Orte des Parks ist der Landslide Lake, welchen du über den Elk River Trail erreichst. Die Wanderung zum Landslide Lake ist nicht ohne, aber Gott sei Dank gibt es auf dem Trail diverse Campingmöglichkeiten. Angekommen erwartet dich ein alpines Panorama, umgeben von Bergspitzen und einem wunderschönen Gletschersee.

An warmen Tagen kannst du deine Zeit wunderbar an den Myra Falls verbringen. Der Wasserfall hat eine kleine Gumpe gebildet, wo du dich nach dem Hike erst einmal erfrischen kannst. Am Buttle Lake befindet sich ein Eldorado für Wassersportler. Schwimmen, Kayakfahren oder Fischen you name it! Außerdem findest du im Strathcona Provincial Park einen der höchsten Wasserfälle Kanadas, denn die Della Falls haben eine umwerfende Höhe von 440 Metern. Hast du deinen Roadtrip im Winter geplant, machst du am besten auch noch einen Stopp beim Mount Washington, um einige Laps auf den Pisten des größten Skigebiets auf Vancouver Island zu machen.

Cape Scott Provincial Park

Das Ende deines Trips führt dich ganz in den ruhigen Norden von Vancouver Island. Hier kannst du noch einmal richtig Abschalten und dich mit der Natur der Insel verbinden. An der Campsite von San Josef Bay lässt du dich mit deinem Van nieder. Von hier aus kannst du die Gegend ideal zu Fuß erkunden. Dabei kannst du dir die Hikes ganz entspannt selbst einteilen. Sei es ein kleiner Walk zum Eric Lake, oder ein längerer Hike zum Kap. Besonders verzaubernd sind die vielen verlassenen Strände in versteckten Buchten rund um das Kap. Ganz allein fernab von den Tourismusmassen kannst du hier den Strand entlang schlendern. Genau die Privatsphäre, für die es sich lohnt weite Wege auf sich zu nehmen.

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