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Unserer Meinung nach ist das Riesengebirge eines der coolsten und aufregendsten Mittelgebirge auf dem europäischen Kontinent. Die wunderschönen Berge und die idyllischen Städtchen und Dörfer haben uns nach und nach in ihren Bann gezogen.

Bis 1945 war dieses Gebirge das höchste Mittelgebirge Deutschlands. Da die Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg aber einige Territorien im Osten abtreten mussten, nimmt diesen Rang nun der Schwarzwald ein. Heute ist das Riesengebirge vor allem für seine Skigebiete und Kurorte bekannt.

In diesem Artikel möchten wir dir dieses wunderschöne Gebirge mal vorstellen. Neben den Bergen gehen wir aber auf die schönsten Orte ein, die du bei deinem Besuch mal erkunden solltest.

Was ist das Riesengebirge?

Das Riesengebirge ist das größte und für den Tourismus bedeutendste Gebirge in der Tschechischen Republik. Am meisten können die Leute seine Schönheit genießen, die gerne mal Bergschuhe anziehen oder Langlaufski mitnehmen. Aber auch mit dem Mountainbike kannst du das Gebirge prima erkunden.

Das 36 Kilometer lange Riesengebirge ist der bekannteste Teil der Sudeten und bildet die natürliche Grenze zwischen dem polnischen Schlesien und dem tschechischen Böhmen. Zwei Drittel des Gebirgszuges befinden sich auf der tschechischen Seite, der übrige Teil liegt in Polen. Der höchste Berg Tschechiens ist die Schneekoppe. Sie verfügt neben einer stattlichen Größe auch über eine reiche Flora.

Riesengebirge Wald

Das kleine Gebirge, das Tschechien und Polen voneinander trennt, ist nicht nur das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet in Europa, sondern auch das meistbesuchte. Der polnische Teil des Riesengebirges wurde im Jahr 1958 zum Nationalpark, die Tschechen zogen etwa fünf Jahre später nach. 1992 wurden die beiden Nationalparks, die zusammen eine Größe von etwa 430 Quadratkilometern haben, von der UNESCO in die Liste der Biosphärenreservate aufgenommen.

Im Riesengebirge entspringen auch einige tschechische Flüsse. Der bekannteste und größte von ihnen ist die Elbe, welche auch durch deutsche Städte wie Dresden und Hamburg fließt und schließlich in Cuxhaven in die Nordsee mündet. Sie entspringt auf der Goldhöhe auf einer Höhe von 1.386 Metern.

Petzer

Petzer ist einer der bekanntesten und meistbesuchten Bergkurorte in der Tschechischen Republik. Es liegt im Tal des Flusses Úpa und der Bäche Zelený und Luční.

Der tschechische Name der Stadt, „Pec pod Sněžkou“, stammt vom Bau von Öfen (pece) für die Verhüttung von Eisen-, Arsen- und Kupfererzen. Diese wurden im nahegelegenen Bergwerk vom 16. bis zum 19. Jahrhundert abgebaut. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Stadt jedoch ein beliebtes Ziel bei Reisenden. Das ursprüngliche Bergbaulager wurde deswegen mit der Zeit in ein Zentrum für zahlreiche touristischen Aktivitäten umgewandelt.

Petzer liegt eingebettet in einer herrlichen Natur zwischen zahlreichen Bergen. Der höchste Gipfel in der Region ist die 1.603 Meter hohe Schneekoppe. Sie befindet sich an der Grenze zwischen Polen und der Tschechischen Republik.

Zu Petzer gehören zudem noch die Nachbargemeinde Groß-Aupa sowie viele Bergsiedlungen und ein Wildnisgebiet, das hoch auf die Bergrücken reicht. Das gesamte Gebiet der Stadt Petzer befindet sich in einem Nationalpark.

Riesengebirge Petzer

Černý Důl

Černý Důl ist ein kleines Bergdorf im Tal des Baches Čistá am Südfuß des Riesengebirges bei Hohenelbe. Die Renaissancekirche St. Michal aus dem 16. Jahrhundert ist das bedeutendste architektonische Denkmal in dieser Gemeinde.

Am südlichen Rand des Dorfes befindet sich ein kleiner Rest der kleinen Burg Purkhýbel. Diese zu erkunden ist eine richtig coole Idee für einen entspannten Tagesausflug. Černý Důl selbst ist heute hingegen vor allem als Erholungszentrum bekannt.

Johannisbad

Johannisbad ist der einzige Kurort im tschechischen Teil des Riesengebirges. Der Kurort wurde im 17. Jahrhundert von Graf Jan Adolf Schwarzenberg gegründet.

Der große Aufschwung des Kurortes dauerte von der Mitte des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Auf dem Gebiet des Kurortes kommen etwa 30 Bäche und viele Kurobjekte vor.

Interessante Sehenswürdigkeiten sind die Kurkolonnade vom Ende des 19. Jahrhunderts und die neugotische Johannes-der-Täuber-Kirche aus dem Jahr 1885.

In der Nähe der Stadt ragt der Schwarzenberg auf. An dessen Hängen befindet sich sogar ein recht beliebtes Wintersportgebiet. Von Johannisbad aus kannst du dank einer Seilbahn auch ganz schnell den Gipfel des Schwarzenbergs erreichen.

Spindlermühle

Spindlermühle ist eine Bergstadt im Riesengebirge und zudem noch eines der bedeutendsten Erholungszentren in der Region. Sie befindet sich im Tal der Labe, in der Nähe der Einmündung des Dolskýbachs.

Vor etwa 100 Jahren ist Spindlermühle als Dorf für Holzfäller und Arbeiter im Bergbau entstanden. Im 19. Jahrhundert begann Spindlermühle ein wichtiges Erholungszentrum zu werden. Die größte Entwicklung kam nach dem Ersten Weltkrieg. In dieser Zeit wurden viele Hotels und Pensionen gebaut.

Zur Stadt gehört auch das große Skigebiet St. Peter. Von der Stadt führen zwei Standseilbahnen zu den Gipfeln des Schlüsselbergs und des Přední Planina. Die vielen Skilifte, Abfahrtsstrecken und Langlaufstrecken bieten vor allem für die Anfänger des Wintersports eine ideale Bedingung.

Riesengebirge Spindlermühle

Harrachov

Harrachov ist eines der bekanntesten Zentren für Winter- und Sommererholung im Riesengebirge. Es befindet sich im Flusstal der Mumlava. Das ursprüngliche Dorf wurde im 17. Jahrhundert gegründet, ihren heutigen Namen erhielt sie aber erst gegen Anfang des 18. Jahrhunderts.

Das Dorf hat eine weit zurückreichende Glastradition. Die Glashütten aus dem 18. Jahrhundert haben Harrachov in der ganzen Welt bekannt gemacht. Heute ist der Ort auch ein bedeutender Touristen- und Sportort. Das nahegelegene Skigebiet umfasst eine Menge an Skiloipen und Liften.

Kleinaupa

Kleinaupa ist ein Bergdorf im Tal der Úpa. Das Dorf erstreckt sich im weiten Gebiet an den Hängen des Hraniční-Kamms und wurde im 16. Jahrhundert erstmals besiedelt. Die Gemeinde war in der Vergangenheit vor allem mit der Holzfällerei und dem Abbau von Erz und Arsen verbunden. Das interessanteste Gebäude ist die spätbarocke Kirche St. Peter und Paul vom Anfang des 19. Jahrhunderts.

Im Ortsteil Pomezní Boudy befindet sich außerdem der Grenzübergang zu Polen. Des Weiteren befinden sich in der Umgebung von Kleinaupa mehrere Skilifte.

Benecko

Dieser bekannte Kurort befindet sich an der Westseite des Gipfels Žalý. Zwei Drittel des Dorfes befinden sich in der Zone des Nationalparks Riesengebirge. Das macht Benecko zu einem sehr populären Ort für Wanderungen an den Rändern des Gebirges. Die Besucher können vor allem die schöne Aussicht auf die Landschaft bewundern oder durch das ganze Dorf wandern.

Die Schneekoppe

Die Schneekoppe ist, wie wir bereits erwähnt haben, der höchste Berg der Tschechischen Republik. Er befindet sich im östlichen Teil des Riesengebirges. Durch seinen Gipfel verläuft übrigens auch die Staatsgrenze zwischen Tschechien und Polen.

Im Jahre 1868 wurde hier eine tschechische Hütte gebaut, die heute jedoch baufällig und geschlossen ist. Die moderne polnische Hütte steht an der Stelle, an der sich die ehemalige Slezská-Hütte befand. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde hier übrigens sogar ein hölzernes Observatorium gebaut. Dieses wurde jedoch vor einigen Jahren wieder abgebaut.

Die Standseilbahn vom Petzer führt dich problemlos auf den Gipfel des Berges. Dank seiner Höhe bietet dir der Gipfel der Schneekoppe einen atemberaubenden Panoramablick auf die Landschaft der Tschechischen Republik und Polens.

Riesengebirge Schneekoppe

Der Hochwiesenberg

Der Hochwiesenberg ist mit einer Höhe von 1.555 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Gipfel des Gebirgskamms von Český Hřbet. Dieser befindet sich im Norden der Tschechischen Republik und im Südwesten Polens. Von Petzer aus liegt der Hochwiesenberg 5,5 Kilometer in Richtung Nordwesten, von Spindlermühle aus sind es 4 Kilometer nach Osten.

Der Gipfel liegt in einem Nationalpark in den Regionen Reichenberg und Königgrätz. Seine Hänge sind mit Wiesen und Latschenkiefern bewachsen. Auf der Südwestseite fallen die Hänge kaum zum Tal Dlouhý důl, auf der Nordseite fällt er leicht zur Wiese Bílá louka ab. Im Südosten grenzt der Berg an das Tal Modrý důl.

Der Berg ist nicht mit Wäldern bedeckt. Dafür gibt es aber Bergwiesen und vereinzelte Latschenkiefern. Vom Gipfel des Berges bietet sich dir eine schöne Aussicht auf das östliche sowie westliche Riesengebirge und seine Ausläufer. Du solltest also nicht vergessen, deine Kamera mitzunehmen!

Der Brunnberg ist der Ausgangspunkt einer der längsten Riesengebirgskamm-Gabelungen, die am Schwarzenberg, oberhalb von Johannisbad, endet. Der Bergsattel zwischen dem Brunnberg und dem Ziegenrücken ist außerdem noch die Quelle des Hrazený-Bachs.

Am nördlichen Fuß kannst du sogar die Fundamente der Rennerova Bouda aus dem Jahr 1797 erkennen. Diese wurde im Jahr 1938 während eines Konflikts zwischen der tschechoslowakischen Armee und des Sudetendeutschen Freikorps niedergebrannt.

Der Brunnberg

Der Brunnberg ist mit 1.554 Meter über dem Meeresspiegel der dritthöchste Berg in der Tschechischen Republik. Er befindet sich im östlichen Teil des Riesengebirges, über dem Tal Obří Důl. Zusammen mit seinem Nachbarberg ist er eher als flacher Bergrücken zu erkennen und nicht als dominanter Berg

Der Zugang zum Gipfel ist jedoch leider nicht erlaubt. Der Berg befindet sich nämlich in Zone I des Nationalparks Riesengebirge. Das bedeutet, dass hier besondere Vorschriften gelten, unter anderem darfst du die angelegten Wege nicht verlassen. Und deswegen kannst du den Berggipfel nur umrunden, aber nicht besteigen. Trotzdem kannst du von oben eine schöne Aussicht auf die Schneekoppe und die anderen Hügel genießen.

Fazit

Dass das Riesengebirge einfach nur ein wunderschönes Fleckchen Erde ist, müssen wir wahrscheinlich nicht extra erwähnen. Denn wunderschöne Orte wie Spindlermühle, Harrachov und Petzer sind es immer wieder wert, einen Urlaub im höchsten Gebirge Tschechiens zu verbringen.

Natürlich gehören zu einem Gebirge auch Berge dazu. Für ein Mittelgebirge sind diese sogar riesig, daher wohl auch der Name „Riesengebirge“. Aber mit den Alpen, die ja bekanntlich ein Hochgebirge sind, kann selbst die Schneekoppe mit ihren 1.603 Metern nicht mithalten.

Das bedeutet jedoch nicht, dass dieses zwischen Polen und Tschechien liegenden Gebirge langweilig ist. Im Gegenteil, durch die beschauliche Größe kannst du auch mit wenig Erfahrung beim Bergsteigen entspannt wandern gehen. Wer weiß, vielleicht verbringst du deine nächste Reise sogar hier?


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