Diese Orte musst du auf Paros unbedingt besuchen

Die griechische Insel Paros, welche du in der Ägäis findest, gehört zu den größten Inseln der Kykladen. Genau genommen ist sie mit einer Fläche von nicht ganz 200.000 Quadratkilometern nach Andros und Naxos die drittgrößte Insel der Kykladen.

In der Vergangenheit war Paros besonders wegen seines hochwertigen Marmors weltweit hoch angesehen. Heute sind die meisten Steinbrüche jedoch stillgelegt und die Insel lebt mittlerweile hauptsächlich vom Tourismus. Und wenn du wissen möchtest, welche Orte sich besonders für einen Besuch eignen, dann erfährst du in diesem Artikel, welche Städte und Dörfer wir als besonderes interessant empfinden.


Parikia

Parikia ist zwar die Hauptstadt der Insel, ist aber überhaupt nicht so groß. Trotz der eher geringen Größe hat die Stadt jedoch eine Menge zu bieten. Von der Altstadt, die einem einzigen Irrgarten ähnelt, über gemütliche Cafés bis hin zu kleinen Boutiquen.

In den labyrinthartig angeordneten Straßen des historischen Zentrums findest du zahlreiche kykladische Häuser. Das Bild der Stadt ist von würfelförmigen Häusern geprägt, die vor allem dank der blauen Türen, Fensterläden und Balkone auffallen. Zudem verbreitet der Marmor, mit welchem die Straßen gepflastert sind, einen besonders malerischen Flair.

Dass die Straßen so labyrinthartig angeordnet sind, hat sogar seinen Grund. Diese Struktur haben die Venezianer entworfen, um mögliche Eindringlinge wie zum Beispiel Piraten zu verwirren.

In der Vergangenheit war Parikia der bedeutendste Handelshafen der Insel. Von hier aus wurde unter anderem der Marmor, für den die Insel bekannt ist, im Mittelmeerraum verschifft. Allerdings findest du kaum noch Gebäude aus dieser Zeit. Die meisten der Häuser, die heute in Parikia stehen, sind über der antiken Stadt errichtet worden. Aber dafür kannst du in den archäologischen Stätten, welche du ebenfalls in Parikia findest, ein paar Spuren aus der Antike bewundern.

Natürlich findest du in der Stadt auch allerhand Sehenswürdigkeiten. Das Wahrzeichen der Stadt, die Windmühle, findest du in einem Kreisverkehr direkt vor dem Fährhafen. Besonders an dieser im typischen kykladischen Stil erbauten Windmühle ist, dass sie sogar noch heute in Betrieb ist.

Besonders bekannt ist die venezianische Burg aus dem frühen 13. Jahrhundert, welche du auf einem Hügel findest. Die Marmorsteine, welche für den Bau verwendet wurden, stammen ursprünglich aus einem antiken Tempel, welcher vorher hier stand.

Ebenfalls interessant ist die Panagia Ekatontapyliani, eine wunderschöne Kirche aus dem dritten Jahrhundert v. Chr. Wobei es sich genau genommen nicht um eine Kirche handelt, sondern um insgesamt drei unterschiedliche Kirchen. Die größte von ihnen ist die Agios Nikolaos, welche vor allem dank der Säulen, welche aus parischem Marmor bestehen, als eine der schönsten Kirchen der Inselgruppe der Kykladen gilt. Außerdem kannst du auf dem Gelände der Panagia Ekatontapyliani noch das Byzantinische Museum besuchen, in dem du zum Beispiel eine Sammlung von Ikonen bewundern kannst.

Wenn du auf der Suche nach einem besonders schönen Strand bist, dann brauchst du nur etwa zehn Minuten aus der Stadt rausfahren. An der Bucht von Parikia findest du nämlich den Marcello-Strand, einen halbmondförmigen Strand, welcher dich vor allem mit seinem klaren Wasser begeistern wird. Zudem ist das Meer extrem ruhig, höchstens die Fähren erzeugen ein paar Wellen. Vor allem die bezaubernde Bergkulisse setzt der Atmosphäre nur noch das Sahnehäubchen auf.


Naoussa

Die kleine Hafenstadt Naoussa findest du im Norden der Insel an der Plastira-Bucht. Aufgrund von Ausgrabungen wie dem frühkykladischen Gräberfeld vermuten Archäolog*innen, dass dieser Ort bereits im Jahr 2.800 v. Chr. bewohnt war. Die Blütezeit hat Naoussa jedoch während der Römerzeit erfahren, als der damals äußerst begehrte parische Marmor von Naoussa aus im ganzen Mittelmeerraum verschifft wurde.

Insgesamt verfügt sie über gerade mal knapp 3.000 Einwohner*innen. Sie befindet sich etwa zehn Kilometer nordwestlich von Parikia, der Hauptstadt von Paros. Gleich nach ebendieser Stadt verfügt Naoussa sogar über den zweitgrößten Hafen der Insel. Allerdings ist dieser eher für die Fischerei und für Frachtschiffe gedacht, Fährschiffe wirst du hier leider nicht finden. Dafür überzeugt Naoussa jedoch mit wundervollen engen Gassen und ein paar Häusern im kykladischen Stil.

Paros - Naoussa - weiße Häuser

Zu den wohl beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten, die du in Naoussa findest, zählt auf jeden Fall der Rundturm aus der Zeit der Venezianer*innen. Dieser ist mit Kasematten durchsetzt und wurde Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet, um der Bedrohung durch die Osmanen zu trotzen.

Etwas außerhalb der Stadt findest du auch noch einige Strände und Buchten, die dich regelrecht dazu einladen, dort zu entspannen. Viele von ihnen werden vom Hafen aus sogar mit dem Boot angefahren.

Ein besonders schöner Strand ist der Kolymbithres-Strand. Wobei dies eigentlich kein einzelner Strand ist, sondern eine Reihe von mehreren Sandbuchten, welche durch Granitfelsen voneinander abgetrennt sind. Das Besondere an diesen Felsen ist, dass sie durch den Einfluss des Windes seltsame Formen angenommen haben. Es wirkt fast so, als hätte sie ein*e Künstler*in mit den eigenen Händen bearbeitet.

Bei deiner Rückkehr kannst du den Abend dann auch in einem der zahlreichen Cafés und Bars ausklingen lassen, welche du in den labyrinthartigen Straßen von Naoussa findest. Aber auch, wenn du nach einer anstrengenden Sightseeingtour etwas Entspannung suchst, kannst du dich in einem der gemütlichen Restaurants niederlassen.


Paros Park

Etwas weiter nördlich von Naoussa, auf der Halbinsel Agios Ioannis Detis, findest du den Paros Park. Wenn du mit dem Auto anreist, dann bist du etwa zehn Minuten unterwegs. In diesem Park findest du unter anderem beeindruckende Höhlen, traumhafte Strände und faszinierende Felsformationen. Um diesen Park hervorragend zu erkunden, kannst du sogar auf drei ausgewiesenen Wanderwegen entlanglaufen und dabei die wunderbare Landschaft bewundern. Besonders der Ausblick über die Bucht wird dir garantiert den Atem rauben.

Innerhalb des Parks findest du zudem noch interessante Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel ein Kloster und ein Museum. Außerdem gibt es dort noch ein altes Theater, in welchem auch regelmäßig Festivals stattfinden. Besonders der Leuchtturm, welcher sich ebenfalls auf dem Gelände des Parks befindet, sollte ganz weit oben auf deiner Bucket List stehen.


Lefkes

Lefkes ist ein wunderschönes Dorf im Zentrum von Paros. Obwohl es heute nur noch ein kleines Dorf ist, war es in der Antike sogar die Hauptstadt der Insel. Heute trägt diesen Titel die Stadt Parikia. Das Dorf findest du auf einer Höhe von 300 Metern an einem Hang des Berges Agios Pantes, dem höchsten Berg auf Paros.

Wenn du Lefkes besuchst, wirst du bestimmt rasch bemerken, dass hier nur wenige Tourist*innen vorbeischauen. Eigentlich verwunderlich, denn dieses idyllische Dörfchen lädt dich regelrecht zu einem Spaziergang durch die kleinen Gassen und schattigen Plätze ein. Zudem sind die urigen Tavernen und traditionellen Bäckereien die idealen Orte, um eine Pause einzulegen.

Eines der beeindruckendsten Gebäude im Dorf ist die Kirche Agia Triada, welche aus parischem Marmor erbaut wurde. Flankiert wird sie von zwei imposanten Glockentürmen. Außerdem kannst du einen Blick über die Hänge der Berglandschaft werfen und ein paar Windmühlen entdecken. Bei klarem Wetter kannst du sogar die Nachbarinsel Naxos in der Ferne erkennen.

Wenn du Ende August anreist, kannst du sogar am Fest von Karavolas teilnehmen. Dieses leitet das Ende des Sommers ein, aber es gibt kein bestimmtes Datum, an dem es stattfindet. Sicher ist nur, dass es irgendwann in der zweiten Hälfte des Augusts stattfindet. Neben der Möglichkeit, ein paar Einheimische kennenzulernen, kannst du während dieses Fests auch noch ein paar traditionelle parische Gerichte probieren.

Lefkes ist des Weiteren ein idealer Ausgangspunkt für verschiedene Wandertouren. Vor allem der Byzantinische Pfad, welcher von Lefkes bis Prodomos verläuft, ist äußerst beliebt. Abhängig davon, wie fit du bist, brauchst du für die Strecke etwa eine Stunde.


Marpissa

Marpissa ist ein malerisches Dorf, welches du rund 20 Kilometer weiter südöstlich der Hauptstadt Parikia findest. Wie die meisten kleineren Dörfer der Kykladen ist es auf einem Hügel erbaut worden. Besonders die weißen würfelförmigen Häuser, die du entlang der engen Gassen findest, werden dich garantiert entzücken.

Paros - Marpissa - Dorf

Der Vorteil von Marpissa liegt darin, dass es eines der wenigen Dörfer auf Paros ist, welche noch authentisch geblieben sind. Hier kommen nicht viele Reisende vorbei, was wohl auch daran liegt, dass du vor Ort kaum Unterkünfte findest. Aber das macht Marpissa mit seinem bezaubernden Charme wieder komplett wett.

Wenn du gerne etwas Zeit am Strand verbringen willst, dann ist Marpissa der ideale Ausgangspunkt. Zahlreiche Strände, wie die von Logaras, Drios und der Golden Beach befinden sich nicht weit vom Dorf entfernt. Außerdem findest du in der Nähe auch die Uferpromenade, welche dich ebenfalls auf einen Spaziergang einlädt. Natürlich kannst du in Marpissa aber auch etwas Zeit mit Sightseeing verbringen. Unter anderem findest du hier die Ruinen eines alten Klosters sowie einer Burg.


Fazit

Wenn du Paros besuchst, dann erwartet dich ein einmaliges Abenteuer, an welches du dich garantiert immer wieder erinnern wirst. Vor allem die traumhaften kleinen Städte und idyllischen Dörfer, die du auf der drittgrößten Insel der Kykladen besuchen kannst, werden dich mit Sicherheit begeistern.

Die beiden größten Städte, Parikia und Naoussa, solltest du auf jeden Fall auf die Bucket List setzen. Bei beiden handelt es sich um antike Städte, welche in der Vergangenheit den weltberühmten parischen Marmor im mediterranen Raum exportiert haben. Zudem kannst du in den beiden Städten auch viel Zeit mit Sightseeing verbringen.

Wenn du jedoch eher auf kleine Dörfer stehst, dann können wir dir vor allem Lefkes und Marpissa ans Herz legen. Diese sind äußerst idyllisch und werden nur von wenigen Tourist*innen besucht. Dadurch wirken sie jedoch besonders authentisch, da du hier eher auf Einheimische triffst als in den Städten.

Aber natürlich gibt es noch viele weitere Orte, die du ebenfalls auf Paros besuchen kannst. Es ist jedoch egal, wo du dich aufhältst, die Insel wird dich garantiert begeistern und du wirst bestimmt am liebsten noch etwas länger vor Ort bleiben wollen.

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