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Nicaraguas Sehenswürdigkeiten – pure Naturgewalten

Nicaragua ist bekannt für seine erstaunliche Naturwelt. Durch die Verschiebung der Kontinentalplatten haben sich hier zahllose Vulkane gebildet und führten zur Beschreibung als „Land der tausend Vulkane“. Noch mehr unberührte Landschaft findest du an den umwerfenden Stränden und Seen. Die Städte Nicaraguas und die Sehenswürdigkeiten hingegen bilden ein kulturelles Kontrastprogramm und sind ebenso sehenswert.

Es ist das perfekte Reiseziel für aktive Naturliebhaber als auch entspannte Strandgenießer. Dabei sind die Sehenswürdigkeiten vielfach natürliche Vorkommnisse. Nicaragua ist bisher touristisch wenig erschlossen und hat eine entsprechend reiche und einzigartige Flora und Fauna. Mach dich also bereit für Natur pur in all ihren Formen!

Um dir zu zeigen, wie vielfältig dieses kleine und häufig unterschätzte südamerikanische Land tatsächlich ist, haben wir dir hier eine Übersicht mit Nicaraguas Sehenswürdigkeiten zusammengestellt.

Anreise

Eine direkte Anreise aus Deutschland ist leider nicht möglich. Jedoch gibt es allerlei andere Methoden, um ins Land zu gelangen. Dazu gehören Umstiege entweder in den USA oder einem der südamerikanischen Nachbarländer, wie Mexiko oder Panama. Du kannst aber auch zunächst eines der Nachbarländer wie Costa Rica, Honduras, Panama oder El Salvador ansteuern und von dort mit dem Bus die Grenze überqueren. Von Costa Rica kannst du außerdem mit dem Boot einreisen.

Hauptstadt: Managua

Als Hauptstadt des Landes ist Managua der Ausgangspunkt für viele Reisende. 1972 wurde die Stadt von einem besonders starken Erdbeben erschüttert und beinahe vollständig zerstört. Der Wiederaufbau erfolgt langsam, sodass immer noch Spuren der Zerstörung zu sehen sind. Die Catedral de Santiago fiel beispielsweise bereits zweimal Naturkatastrophen zum Opfer. Die Ruine kannst du auf dem Plaza de la Revolución besuchen.

Auf dem Hauptplatz finden sich neben der zerrütteten Kathedrale weitere imposante Bauten. Darunter der Nationalpalast Palacio Nacional de la Cultura. Er stammt noch aus der spanischen Kolonialzeit des Landes und beinhaltet heute ein Museum und eine Bibliothek. Auch der Regierungssitz des Präsidenten findet sich hier in der Casa Presidencial. Zum Ausruhen und Energie tanken grenzt der Parque Central an.

Auch am Managua See, dem Lago Xolotlán, kannst du gut entspannen und die Promenade entlang spazieren. Er ist der zweitgrößte See des Landes und auch wenn er leider nicht sauber genug zum Baden ist, kannst du fabelhafte Ausblicke auf dich wirken lassen. Dabei laden die kleinen heimischen Cafés ringsherum zum Verweilen ein.

Rebellisch: León

León ist die zweitgrößte Stadt des Landes und war bis 1855 sogar dessen Hauptstadt. Diese Energie hat sie noch bis heute beibehalten und entsprechend finden sich hier so einige von Nicaraguas Sehenswürdigkeiten. Die aktive und pulsierende Atmosphäre der Stadt ist auch in ihrer Architektur wieder- und unverkennbar.

Straße mit Reihenhäusern in unterschiedlichen Farben

Diese Lebendigkeit kommt neben der Lebensfreude der Menschen auch durch die Straßenmalereien und Graffitis. Sie spiegeln die rebellische Ader der Stadt wider, nicht zuletzt der spannungsvollen politischen Geschichte als Mittelpunkt revolutionärer Kämpfe geschuldet. Um mehr über diese Vergangenheit zu erfahren, lohnt sich ein Besuch im Revolutionsmuseum Museo de la Revolución.

In León findest du zudem die größte Kathedrale Mittelamerikas – die Basílica de la Ascuncíon. Entsprechend beeindruckend ist ihre Architektur. Empfehlenswert ist ein Besuch auf dem Dach der Kathedrale. Von dort aus hast du eine hervorragende Aussicht auf die Stadt und Umgebung. Gut zu erkennen ist, zum Beispiel, der Momotombo Vulkan, an dessen Fuß die Stadt liegt.

Aufgrund der kolonialen Vergangenheit Nicaraguas findest du viele Kathedralen und Kirchen in den Städten. Neben der Basílica de la Ascuncíon sind das in León die prächtige Iglesia San Juan Bautista de Subtiava, die älter ist als die Stadt selbst. Oder auch die Iglesia de la Recolección.

Bildhübsch: Granada

Ein weiterer beliebter Standort für die Erkundung von Nicaraguas Sehenswürdigkeiten ist das bildhübsche Granada. Sie ist die älteste Stadt Mittelamerikas und hat sich heute zur drittgrößten Stadt des Landes entwickelt. Vor über 500 Jahren wurden hier die ersten spanischen Siedler sesshaft und prägten Granadas Geschichte und Kultur.

Besonders prägend war dies für das Stadtbild, welches nun für seine Kolonialarchitektur gepriesen wird. Das solltest du nicht verpassen! Dich erwarten auffällige und farbenfrohe Gebäude gepaart mit historischen Kathedralen, aber auch kreativer Straßenkunst. Eine einzigartige Atmosphäre, weit entfernt vom Großstadtleben.

Ein echter Blickfang und ideales Fotomotiv ist die gelbe Catedral de Nuestra Señora de la Asunción, oder einfach Catedral de Granada. Aber auch die Iglesia San Francisco ist nicht zu verachten. Die Iglesia de la Merced ist ein Prachtexemplar der kolonialen Architektur.

Blick über die Dächer mit gelber Kathedrale

Über die Calle la Calzada gelangst du innerhalb kürzester Zeit von Granadas Zentrum zum Nicaraguasee. Die lebhafte Fußgängerzone wird dominiert von herzlichen Einheimischen. Gönne dir eine Pause in einem der entspannten Cafés und beobachte das rege Treiben um dich herum.

Gigantisch: Nicaraguasee

Der Lago de Nicaragua ist definitiv eine Sehenswürdigkeit in Nicaragua. Mit einer Größe von über 8000 Quadratkilometer ist er der größte See Mittelamerikas. Unter den Einheimischen ist er bekannt als Cocibolca. Er ist so gigantisch, dass sich dort zahlreiche Inseln und Vulkane unterschiedlichster Größe finden lassen.

Über 365 Inseln verteilen sich über die Fläche des Nicaraguasee. Für jeden Tag des Jahres eine! Sie sind als Las Isletas de Granada bekannt. Hier kannst du schwimmen, surfen, schnorcheln, tauchen, angeln und vieles mehr. Die Möglichkeiten sind endlos, ebenso wie der See. Es werden auch Bootstouren zwischen den intensiv grün bewachsenen Inseln hindurch angeboten. Langweilig wird dir hier nie!

Naturgewalt: Vulkan

30 % seines Strombedarfs deckt Nicaragua durch Vulkanenergie. Die Phänomene sind also ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor, aber auch wunderbar anzusehen. Erlebe jahrhundertealte Vulkane hautnah! Bei der Gewaltigkeit dieser Erscheinung merkst du erst, wie klein der Mensch und seine Sorgen tatsächlich sind. Du kannst hier also mal so richtig loslassen!

Insel Ometepe

Das Besondere an der Insel Ometepe ist, dass sie aus zwei Vulkanen inmitten des Nicaraguasee besteht. Mit 270 Quadratkilometer ist sie die größte vulkanische Insel in Süßwassergewässer.

Dabei sind die Vulkane Concepción und Maderas über eine schmale Landbrücke, umgeben von Wasser, miteinander verbunden. Du kannst sie beide besteigen. Dabei erwartet dich im erloschenen Maderas eine kleine Lagune. Auf der Spitze des noch aktiven Concepción hingegen kannst du eine atemberaubende Aussicht auf den Atlantik und Pazifik genießen. Der Weg nach oben wird dominiert von herrlich grüner Natur. Vielleicht kannst du auch das ein oder andere Äffchen entdecken!

Landweg umgeben von Wasser zu Vulkan im Hintergrund

Nationalpark Masaya

Der Nationalpark Masaya liegt ideal auf der Strecke zwischen Managua und Granada. Im größten Nationalpark des Landes findest du den massiven gleichnamigen Vulkan Masaya. Das Außergewöhnliche an Nicaraguas Vulkanen ist, wie nahe du ihnen kommen kannst.

Den Masaya kannst du beispielsweise bis zum Krater erklimmen! Neben einer grandiosen Aussicht kannst du zudem in das geheimnisvolle Innere des Vulkans blicken. Dabei kannst du in 500 Meter Tiefe geschmolzene lebendige Lava entdecken. Insbesondere im Dunkeln ein aufregender und unvergesslicher Anblick! Der Masaya gilt als einer der aktivsten Vulkane der Welt und ist immer noch am Dampfen. Aber keine Angst, größere Ausbrüche gab es schon längere Zeit nicht.

Außerdem findest du in der Stadt Masaya selbst zwei Märkte, die regionale Spezialitäten und lokale Kunstwerke verkaufen. Einmal in der Woche performen auf dem Mercado de Artesianis einheimische Musiker und Tänzer. Lass dir diese Show nicht entgehen!

Actionreiche Vulkanabenteuer

Nicaragua beherbergt noch viele mehr sehenswerte und faszinierende Vulkane mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten. Der Cerro Negro beispielsweise wird durch seine einzigartige dunkle Färbung ausgezeichnet. Wenn du dich traust, kannst du hier Vulkansurfen! Oder vielleicht willst du doch eher auf dem Mombacho eine Canopy Tour machen? In jedem Fall wirst du völlige Freiheit verspüren!

Die intensiv grüne Flora und Fauna lädt aber auch weniger Abenteuerliche zu einer Erkundungstour und einem Spaziergang ein. Am Vulkan Telica kannst du atemberaubend schöne Sonnenuntergänge bewundern. Der Momotombo und San Cristóbal sind wiederum für erfahrene Vulkanbesteiger ein wahrer Genuss und eine Herausforderung in sich.

Sehenswürdigkeit: Strand

San Juan del Sur

Der San Juan del Sur ist der Strand schlechthin und bekannt für seine überragenden Wellen. Es ist der perfekte Ort für Surfer und solche, die es noch werden wollen. Auch die kleinen Cafés laden zum Verweilen und Bestaunen der Sonnenuntergänge ein! Ein Blickfang in San Juan del Sur ist die zweitgrößte Christusstatue der Welt. Von hier aus hat man einen großartigen Blick von oben auf die Stadt und das Meer.

Corn Islands

Keine Autos und kein Internet – auf den Corn Islands, den Islas del Maíz, bist du abgekapselt von der Außenwelt. Manchmal ist das auch gut so, um sich so richtig entspannen zu können. Es gibt hier auch so genug zu tun. Die Sandstrände sind perfekt zum Entspannen, während das Wasser nach Tauch- und Schnorchelsessions ruft. Mit etwas Glück entdeckst du vielleicht sogar Delfine, Haie oder Rochen.

Die Insel befindet sich etwa 70 Kilometer vom Festland entfernt, sodass du dort entweder nur mit inländischem Flug hinkommst oder eine Anreise mit Bus und Fähre einplanen musst. Aber für die verträumte Ruhe in einmaliger Atmosphäre, die du dort genießen kannst, kann sich das definitiv lohnen. Nur du und die Natur.

saubere Strandküste gesäumt mit Palmen

Fazit

Obwohl das Land nur ein Drittel der Fläche Deutschlands einnimmt, sprüht es nur so vor Einzigartigkeit und Vielfalt in Nicaraguas Sehenswürdigkeiten. Dir wird niemals langweilig und immer gibt es etwas zu entdecken. Sowohl Ruhe suchende Genießer als auch Kulturliebhaber und Abenteurer kommen hier auf ihre Kosten. Dabei steht die entspannte und offenherzige Ausstrahlung der Städte wie Managua, León und Granada im Kontrast zu den Naturgewalten und der Action, die du hier überall finden kannst. Eine ganz andere Welt. Auf ins südamerikanische Abenteuer mit Nicaraguas Sehenswürdigkeiten!

Du bist dir nicht sicher, wann der ideale Zeitpunkt für deine Reise ist? Dann schau doch mal in unseren Klimaleitfaden für Nicaragua.

Sophie Bikkel

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