min read-November 2 2021

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Stare Miasto – Krakaus wunderschönes Weltkulturerbe

Krakau ist eine Stadt, die du unbedingt auf deine Bucket List setzen musst. Die Stadt war lange Zeit die Hauptstadt Polens, hat aber leider kurz vor Ende des 17. Jahrhunderts diesen Status an Warschau abtreten müssen. Das Verhältnis zwischen den beiden Städten kannst du aufgrund dieser Geschichte mit dem zwischen Düsseldorf und Köln oder den Fans von Borussia Dortmund und Schalke 04 vergleichen.

Historisch gesehen ist Krakau die wohl wichtigste Stadt Polens. In Krakau findest du dieselben Gebäude wie von vor hundert Jahren vor, da die Stadt während des Zweiten Weltkriegs nicht zerstört wurde.

Die Geschichte des ältesten Viertels der Stadt reicht bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück. Die Stadt wurde damals nach der Invasion der Mongolen und der damit einhergehenden Zerstörung neu errichtet. Damals war die ganze Stadt von Mauern umgeben. 

Heute findest du an den Überresten wunderschöne Grünflächen, die dich regelrecht zu einem Spaziergang einladen. Die mittelalterliche Struktur ist bis zum heutigen Tag unversehrt geblieben. Das Wahrzeichen und der Stolz der Stadt – die Burg Wawel thront auch heute noch wie zu den alten Zeiten hoch oben auf dem gleichnamigen Hügel.

So ein Tag in Stare Miasto kann natürlich wie im Flug vergehen. Krakau muss sich dementsprechend keineswegs vor beliebten Städten wie Paris oder London verstecken. Eigentlich könnten wir sogar ganze Bücher über die Schönheit des historischen Zentrums von Krakau schreiben. Schon das alte Viertel allein ist abwechslungsreicher als so manch andere Stadt. Und um das zu beweisen, haben wir dir die besten Sehenswürdigkeiten von dem historischen Zentrum von Krakau rausgesucht.

Rynek Główny, der alte Marktplatz von Krakau

Der alte Marktplatz bildet das Zentrum der Altstadt. Rynek Główny ist mit einer Größe von etwa 40 000 Quadratmetern einer der größten aus dem Mittelalter stammenden Plätze in Europa. Seit Mitte des 13. Jahrhunderts ist der Marktplatz der Mittelpunkt der Stadt. Krakau wurde während der Mitte des 13. Jahrhunderts von den Mongolen zerstört, aber dieser Platz ist erst nach diesem Vorfall entstanden. Tatsächlich ist Krakau seitdem nicht ein einziges Mal wieder zerstört worden. 

Sogar von den weitreichenden Zerstörungen aus dem Zweiten Weltkrieg blieb die Stadt glücklicherweise verschont. Im inneren sind die meisten Gebäude auf dem Marktplatz noch genauso beschaffen wie im Mittelalter. Nur die Fassaden täuschen darüber hinweg, denn die haben zu Beginn des 20. Jahrhundert einen neoklassizistische Anstrich erhalten.

Der gesamte Platz wird von den Türmen der Marienkirche überragt. Das Wunderwerk der gotischen Baukunst stammt vom 14. Jahrhundert. Die Kirche wurde auf den Ruinen einer anderen Kirche errichtet, die von den Mongolen während ihres Überfalls zerstört wurde. Von der Spitze des höheren der beiden Türme wird die Trompete der Kirche zu jeder vollen Stunde gespielt. Dieser Brauch erinnert an den Stadttrompeter aus dem 13. Jahrhundert. Der hat damals auf diese Weise die Menschen vor dem Angriff der Mongolen gewarnt.

Im Inneren der Basilika kannst du die wunderschönen Buntglasfenster und die goldenen Sterne auf dem blauen Hintergrund in den Gewölben bewundern. Aber die wohl wichtigste Sehenswürdigkeit in der Kirche ist wahrscheinlich das größte gotische Altarbild der Welt. Die etwa 2,7 Meter große Figur wurde von dem deutschen Bildhauer Veit Stoß nach insgesamt sieben Jahren Arbeit im späten 15. Jahrhundert fertiggestellt.

Krakau Polen

Die Krakauer Tuchhallen

Die Krakauer Tuchhallen sind eines der unverwechselbaren Kennzeichen der Stadt. In ihrer heutigen Form existieren sie schon seit Beginn des      13. Jahrhunderts. Das heutige Renaissance-Denkmal in der Mitte des Rynek Główny stammt hingegen aus dem frühen 15. Jahrhundert. Die Tuchhallen dienten 800 Jahre lang als Handelssaal. Dies bestätigt die Wichtigkeit von Krakau im Handelsnetz des mittelalterlichen Mitteleuropas.

Die meisten Waren, die hier in den Hallen verkauft wurden, kamen aus dem Osten, wie Gewürze, Seide, Wachs und Leder. Auch heute findest du hier immer noch einen Markt. Für dich sind die Tuchhallen der beste Anlaufpunkt, wenn du auf der Suche nach großartigen Souvenirs oder Geschenken für deine Freunde und deine Familie bist. Du kannst an Ständen mit handgemachten Spitzen, Bernsteinschmuck und Kunsthandwerk aus Holz vorbeischlendern. Wenn du dich für Kunst begeisterst, solltest du mal die Treppe hochgehen.

Dort kannst du dir in der Galerie einige Gemälde von polnischen Künstlern aus dem 19. Jahrhunderts anschauen.

Der Königsweg – auf den Spuren der polnischen Monarchen

Der Königsweg ist ein sehr beliebter Themenspaziergang durch die Krakauer Altstadt. Im Prinzip folgst du der gleichen Route, die schon die polnischen Könige auf ihrem Weg durch die Stadt genommen haben. Mit der Route beginnst du an der Florianskirche – gleich hinter der Barbakane. Der Weg führt dich dann durch eine mächtige Verteidigungsanlage, entlang der Floriańska und an der Ostseite des Hauptplatzes vorbei in die Stadt.

Auf dem Weg kommst du an einer Reihe von wunderschönen Kirchen und dem Wielopolski-Palast vorbei. Eine besonders erwähnenswerte Kirche ist die barocke St. Peter-und-Paul-Kirche. Diese wurde zu Beginn des     17. Jahrhunderts fertiggestellt. Sowohl das Innere als auch die Außenseite der Kirche sind das Werk von italienischen Künstlern. Seit 1949 verfügt die Kirche über ein sogenanntes Foucaultsches Pendel. Dieses wird aus einer Höhe von exakt 46,5 Metern aufgehängt.

Donnerstagmorgens kannst du dir die Demonstrationen von den Auswirkungen der Rotation unseres Heimatplaneten in der Kirche anschauen.

krakau st peter und paul kirche

Burg Wawel – das majestätische Wahrzeichen von Krakau

Die mittelalterliche Burg ist für Polen ein Denkmal von unermesslicher nationaler Bedeutung und zusammen mit der Krakauer Altstadt ein UNESCO-Weltkulturerbe. Die majestätisch neben der Weichsel thronende Burg sowie die gesamte Burganlage stehen heute unter Denkmalschutz. Sie weist eine Architektur aus den Stilrichtungen der Romanik und des Barock auf.

Zudem war die Burg vom 13. bis zum 17. Jahrhundert der Sitz des Königs von Polen. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Burg während einer Invasion von Schweden beschädigt und der König von Polen ernannte Warschau zu seinem neuen Hauptsitz. Seit den 1940er Jahren ist         Burg Wawel ein Nationalmuseum. In diesem kannst du dir die Reichtümer des polnischen Monarchen anschauen, welche durch prächtige Innenräume, Gemälde von verschiedenen Künstlern und eine wunderbare Schatzkammer sowie Rüstkammer präsentiert werden.

Du solltest dir auch unbedingt das alte Schwert Szczerbiec während deines Rundgangs anschauen. Dieses war  für fast jeden Monarchen bei ihrer Krönung von großer Bedeutung. Ein besonders wichtiges Bauwerk im Ensemble des historischen Zentrums ist die Wawel-Kathedrale. In dieser Kirche wurden zahlreiche polnische Monarchen gekrönt und viele Nationalhelden und wichtige Persönlichkeiten des kulturellen Lebens begraben.

Die Sigismundkapelle ist eine Grabkapelle für die letzten Mitglieder des Adelsgeschlechts der Jagiellonen. Es ist ein wahres Wunderwerk der toskanischen Architektur aus der Zeit der Renaissance. Unter einer goldenen Kuppel ist die Kapelle reich an detaillierten geschnitzten Ornamenten, Stuckarbeiten und Grabmonumenten von einigen der führenden Bildhauer der damaligen Zeit.

Der Status der Kathedrale wird zudem noch durch das Mausoleum des polnischen Schutzheiligen St. Stanislaus unterstrichen. Sein silberner Sarkophag ruht unter einem prächtigen Baldachin mit vergoldeten Säulen.

krakau burg wawel

Fazit

Krakau ist zwar nicht mehr die Hauptstadt von Polen, punktet aber sehr stark mit dem geschichtlichen Aspekt. Die Stadt ist schon seit dem frühen Mittelalter bewohnt und steht heute noch genauso da wie in alten Zeiten. Krakau ist demnach eine sehr interessante Stadt mit viel Kultur und Geschichte.

Falls du also nicht ein kompletter Kulturbanause bist, dann solltest du der zweitgrößten Stadt Polens auf jeden Fall einen Besuch abstatten!

Polen

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