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Kosten für Backpacker in Hongkong

Das südöstliche Hongkong stellen sich viele junge Reisende generell als eine sehr moderne Stadt vor, zusammen mit der Nähe zu China wird es darum automatisch als eher teures Pflaster eingestuft. Täuscht der Eindruck oder ist die chinesische Sonderverwaltungszone tatsächlich nicht das ideale Ziel für Sparfüchse? Wir haben die Stadt darum einmal auf ihre „Backpacker-Freundlichkeit“ überprüft und wollen herausfinden, was ein Tag hier eigentlich kostet.

Der Asienvergleich

Südostasien gilt als das absolute Paradies für Backpacker. Das beruht vor allem auf den günstigen Unterkünften und dem generell starken
Preis-Leistungs-Verhältnis hier. Nun hast du aber genug von der idyllischen Landschaft in Ländern wie Vietnam, Thailand oder Indonesien und möchtest einfach mal in den Großstadtdschungel abtauchen? Abgesehen von Bangkok oder Kula Lumpur hat Südostasien da leider nicht viel zu bieten. Aber warte mal – wie wäre es denn mit Hongkong?

Das liegt ja praktisch gleich nebenan und steht für viele Backpacker ganz oben auf der Bucketlist. Die Stadt ist im Vergleich zu den beliebteren Reisezielen in Südostasien allerdings auf jeden Fall teurer. Das fällt allein schon beim Buchen der Unterkünfte auf. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten fallen hier zudem deutlich höher aus und du bekommst oft weniger für dein Geld. Auch der Transport kann preislich ein wenig über dem liegen, was du von Indonesien oder Vietnam gewohnt bist. Doch wie viel genau kostet so ein Besuch hier letztendlich?

Mögliche Kosten

Unterkunft

Klar ist, dass auch in Hongkong ein klassisches Hostel dein Zuhause sein wird. Hier sind preislich nach oben natürlich keine Grenzen gesetzt, aber die Auswahl ist dennoch gut und du findest auch vernünftige Angebote für Reisende mit kleinem Budget. Ein einzelnes Bett in einem Hostel kostet dabei zwischen 10 und 18 Euro. Dafür sind die meisten Unterkünfte aber super zentral gelegen und du sparst dir so schon mal einiges an Transportkosten.

Transport

Apropos, wie teuer ist es hier, von A nach B zu kommen? Generell sind die öffentlichen Verkehrsmittel in Hongkong sehr gut ausgearbeitet und du kannst jeden Punkt der Stadt einfach mit dem Bus oder der U-Bahn erreichen. Eine Fahrt von der Insel auf das Festland kostet dabei circa
50 Cent und ist somit gut erschwinglich. Auch für längere Trips fallen selten mehr als 2 Euro an, damit ist die Stadt in dieser Hinsicht definitiv für Backpacker gut geeignet.

Verpflegung

Kommen wir zum Essen. Von Asien bist du wahrscheinlich gutes und günstiges Streetfood gewöhnt, das gibt es hier in Hongkong aber leider kaum. Auch die Restaurants sind vergleichsweise teuer und für ein mittelgutes Essen bist du schnell bei 10 Euro. Auch die scheinbar einfachen Imbissbuden kosten mehr, als es vielleicht auf den ersten Blick scheint. Wir raten dir daher, eine Unterkunft mit Küche zu mieten, so kannst du dich stattdessen selbst versorgen.

Denn ein Einkauf im Supermarkt kostet dich normalerweise nicht mehr als 2 bis 5 Euro und so kannst du ganz leicht deine Ausgaben einschränken. Noch dazu sind die meisten Supermärkte in Hongkong sehr gut ausgestattet und du findest in ihnen auch viele westliche Lebensmittel. Du musst dir also auch keine Sorgen darüber machen, dass dir das lokale Essen nicht schmeckt und du nichts anderes bekommst. 

Wenn du allerdings trotzdem mal den Geschmack von Asien probieren möchtest, kannst du dem Night Market in Kowloon einen Besuch abstatten. Hier bekommst du kleine Gerichte schon für 2 bis 3 Euro und hast noch dazu eine willkommene Abwechslung.

Sightseeing

Was kostet es dich aber, wenn du die Stadt erleben willst? Auch hier können wir dich beruhigen, die Sehenswürdigkeiten in Hongkong sind nämlich voll und ganz „backpacker-freundlich“. Die meisten der
Top-Attraktionen sind sogar ganz kostenlos und so musst du lediglich den Transport bezahlen, um dorthin zu gelangen.

Der Eintritt zu den Tempeln ist in der Regel ebenfalls gratis und auch die meisten anderen bei Reisenden beliebten Gebäude kosten dich keinen Cent. Sogar der Aussichtspunkt des Victoria Peak ist ohne Eintritt, du musst nur den Bus hinauf bezahlen. Natürlich kostet es ebenfalls nichts, über den Night Market oder die alten Viertel zu schlendern. Also, wenn das mal nicht ein guter Grund ist, sofort die Koffer zu packen!

Spar-Tipps

Nun wissen wir, dass du in Hongkong super mit einem kleinen Budget auskommen kannst. Dennoch kann es bei den erwähnten Punkten und vielleicht noch ein wenig Shopping schnell wieder etwas teurer werden. Um das zu verhindern, haben wir einige Tricks für Sparfüchse zusammengesucht. Damit kannst du sicherstellen, dass die Stadt auch für deinen Geldbeutel machbar bleibt.

Vermeide Taxis

In anderen asiatischen Städten wie Bangkok greifen Backpacker gern mal kurz zum Taxi, zum Beispiel für den Transfer zum Flughafen. Dort geht das auch locker, denn die Fahrten kosten meist nur ein paar Euro. Und wenn man sie sich dazu mit einem anderen Backpacker teilt, ist das gar kein Problem. Wenn du in Hongkong sparen willst, lässt du allerdings lieber die Finger von Taxis. Die sind hier nämlich deutlich teurer, als du es bisher gewöhnt bist. Vor allem der Weg vom Flughafen in die Stadt dauert fast über eine Stunde und kann dich bis zu 30 Euro kosten.

Es gibt aber eine super Alternative: den Bus. Der fährt alle 20 Minuten, hält direkt vor dem Flughafen und auch in der Stadt gibt es zahlreiche Haltestellen, sodass du auch in der Nähe deines Hostels bestimmt eine findest. Die Fahrt kostet dich zudem nur 2 Euro und so kommst du bequem und günstig zum Airport und jedem anderen Ziel, das du besuchen möchtest. Wer braucht schon Taxis?

Laufen statt Fahren

Mal ganz ehrlich: Eine Stadt erlebst du doch am besten, indem du einfach durch die Straßen läufst und die Eindrücke auf dich wirken lässt, oder? Das gleiche gilt auch für Hongkong und ist zudem noch gut machbar. Denn viele Highlights der Stadt liegen in näherer Umgebung zum Zentrum, wo sich auch dein Hostel befinden wird.

Für längere Strecken kannst du natürlich immer den Bus nehmen, aber wenn du trotzdem mal ein paar zusätzliche Euros sparen möchtest, dann ist das die ideale Möglichkeit. Und auf diese Weise erlebst du gleichzeitig noch mehr und lernst neue Ecken kennen, die dir sonst vermutlich entgangen wären. Eine Win-win-Situation also.

Setze auf Supermärkte

Wie bereits erwähnt, ist in Hongkong das Essen in Restaurants eher teuer. Daher ist es eine gute Option, entweder selbst in der Küche des Hostels zu kochen oder dir einfach etwas auf die Hand mitzunehmen. Es gibt in der Stadt viele tolle Bäckereien und sogar Salate bekommst du im Supermarkt schon für wenig Geld. Dazu noch ein kleines Getränk und du bist bestens ausgestattet.

Ein kleiner Tipp: Schnapp dir einfach dein Essen und mach es dir in einem der vielen Parks oder Grünanlagen in der Nähe des Wassers bequem. Hier kannst du auf die andere Seite der Stadt sehen und dem Leben um dich herum zuschauen.

Free Walking Touren

Viele Hostels bieten kostenlose Rundgänge an, die du bestimmt bereits schon aus anderen Städten kennst. In Hongkong ist das eine super Möglichkeit, ein wenig abseits der Menschenmassen unterwegs zu sein und die Stadt aus der Sicht der Einheimischen kennenzulernen. Wenn du alleine unterwegs bist, kannst du so gleichzeitig Kontakte zu anderen Reisenden knüpfen. Und wenn du Fragen über die Stadt hast, befindet sich ein Ansprechpartner direkt an deiner Seite.

Das Ganze ist nicht nur allein deshalb ein absolutes Muss! Die Touren sind dazu in der Regel gratis und du bekommst durch sie einen guten Überblick. Halte also einfach in deinem Hostel Ausschau nach einem Flyer oder frag an der Rezeption nach, es gibt bestimmt etwas Passendes!

Fazit

Dass die Stadt für Backpacker zu teuer ist, gleicht also eher einem Mythos. Du bekommst hier nämlich auch mit einem kleinen Geldbeutel alle Seiten zu Gesicht und musst dabei keine Abstriche machen. Um noch ein wenig für den Flug zu sparen, kannst du deine Reise nach Hongkong zudem einfach mit einem anderen Ziel in Südostasien verbinden. Denn von Vietnam oder Thailand aus sind die Flüge günstig und du schlägst zwei Fliegen mit einer Klappe. Also, worauf wartest du noch?

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