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Guadeloupe – die Schmetterlingsinsel der Karibik

Die Inselgruppe Guadeloupe gehört zu den Kleinen Antillen in der Karibik. Sechs der Inseln sind bewohnt, während die restlichen kleinen Inseln bis heute unbewohnt bleiben. Die beiden Hauptinseln Basse-Terre und Grand-Terre bilden die Form eines Schmetterlings, weswegen sie auch als Schmetterlingsinsel bezeichnet wird. Guadeloupe ist in größten Teilen vulkanischen Ursprungs, wie viele andere Inseln der Karibik auch.

Da das Archipel ein französisches Überseegebiet ist, gehören die Inseln zu den Französischen Antillen und auch zur Europäischen Union. Martinique, Saint-Martin und Saint-Barthélemy sind ebenfalls Teil der Französischen Antillen. Für die Einreise brauchst du hier also lediglich deinen Personalausweis.  Der Grund hierfür ist die Kolonialisierung durch Frankreich, bei der Sklavenarbeit keine Seltenheit war. Auf Guadeloupe wurden Baumwolle, Tabak, Zucker, Kaffee und Kakao angebaut und exportiert. Einige dieser Plantagen kann man heute noch besichtigen, was wichtig ist, um sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen.

Hier wollen wir dir alles zeigen, was du über Guadeloupe wissen solltest und dir einige Spots vorstellen, die du auf der Inselgruppe gesehen haben musst.

Auf einen Blick

Hauptstadt
Internationaler Flughafen
Amtssprache
Währung
Staatsform
Telefonvorwahl

Basse-Terre
Pointe-à-Pitre (PTP)
Französisch
Euro (€)
Konstitutionelle Republik
+590

Guadeloupe von oben

Allgemeines zu Guadeloupe

Geografie

Guadeloupe befindet sich in den sogenannten Inseln über dem Winde, die im nördlichen Teil der kleinen Antillen liegen. Die Nachbarinseln sind Dominica, Montserrat und Antigua. Dominica liegt 96,4 Kilometer südlich, Montserrat 86 Kilometer nordwestlich und Antigua 116 Kilometer nordöstlich.

Die beiden „Flügel“ des Schmetterlings, Basse-Terre und Grande-Terre sind die Hauptinseln des Archipels und könnten unterschiedlicher nicht sein. Basse-Terre ist mit 848 Quadratkilometern Fläche die größte Insel von Guadeloupe. Sie liegt westlich von der 589 Quadratkilometer großen Grande-Terre.

Während die westlichere Insel Basse-Terre vulkanischen Ursprungs ist, besteht Grande-Terre aus Kalkstein. Diese Ursprünge spiegeln sich auch in der Geografie der Inseln wider. Grande-Terre ist flach, von Korallenriffen umgeben und bietet einige Sandstrände mit schwarzem, weißem und goldgelbem Sand. Dort findest du die meisten Touristen.

Basse-Terre hingegen beherbergt den noch aktiven Vulkan La Soufrière. Der Vulkan ist 1467 Meter hoch und damit der höchste Berg der kleinen Antillen. Durch die ausgestoßenen Schwefeldämpfe ist der Kegel eine unbewachsene, waldfreie Zone, die einzige ihrer Art auf der Insel.

Die anderen bewohnten Inseln Guadeloupes sind La Désirade, Marie-Galante sowie Terre-de-Bas und Terre-de-Haut auf den Îles des Saintes. Die restlichen Inseln sind unbewohnt. Viele von ihnen sind sogar so klein oder unwirtlich, dass es unmöglich ist, dort zu leben.

Klima

Das Klima auf Guadeloupe ist tropisch und somit angenehm warm mit hoher Luftfeuchtigkeit. In der Regenzeit von Juli bis November kann das Wetter wegen starkem Regen und tropischen Stürmen ungemütlich werden. Die Temperaturen verändern sich über das ganze Jahr kaum. In den kälteren Wintermonaten liegen die Lufttemperaturen zwischen 20 °C und 29 °C. Im Sommer sind es zwischen 23 °C und 31 °C. Die Wassertemperaturen liegen das ganze Jahr über bei angenehmen 25 °C bis 28 °C.

Flora

Neben dem Titel der Schmetterlingsinsel trägt Guadeloupe ebenso den Beinamen Smaragdinsel, was der üppigen Natur zu verdanken ist. In den Regenwäldern, Mangroven und Trockenwäldern sprüht die Flora. Hier kannst du alleine über 300 Baumarten, 270 Farnarten und 100 verschiedene Orchideen finden. Auch die Fauna in den Gebieten Guadeloupes kann sich sehen lassen. Aber hierzu mehr bei unseren Reisetipps.

Da es auf Guadeloupe wenige Städte gibt und die meisten Menschen in kleineren Dörfern leben, sind große Teile der Natur selbst überlassen. Das ist besonders auf der Westinsel Basse-Terre der Fall. Auf Grande-Terre findest du einige Ackerflächen, auf denen mittlerweile hauptsächlich Bananen und andere tropische Früchte angebaut werden. Diese haben das Zuckerrohr als Exportschlager abgelöst.

Kultur

Es finden Touren statt, die an die Sklaverei auf Guadeloupe erinnern, bei denen unter anderem Plantagen besichtigt werden. Diese Touren lohnen sich auf jeden Fall, da hier die Geschichte der französischen Kolonialisierung aufgearbeitet wird. Die kreolische Sprache sowie Traditionen und Kulinarik sind ein großer Teil Guadeloupes.

Es gibt aber auch Traditionen, die wir nur zu gut kennen, wie zum Beispiel den Karneval. Er ist bunt, laut und extravagant. Auf Guadeloupe wird ein echtes Spektakel veranstaltet, das du auf keinen Fall verpassen darfst, wenn du zur richtigen Zeit auf einer der Inseln bist.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Wenn du von Deutschland, Österreich oder der Schweiz aus nach Guadeloupe fliegen möchtest, wirst du keinen Direktflug finden. In den meisten Fällen wird ein Zwischenstopp in Paris im Flughafen Paris Charles de Gaulle gemacht. Allerdings muss dann der Flughafen gewechselt werden, denn nur der Flughafen Paris-Orly fliegt Pointe-à-Pitre auf Grand-Terre an. Die Fluggesellschaften Air France, Air Caraibes und Corsair bieten Flüge von Paris nach Guadeloupe an.

Anreise mit dem Schiff

Mit Kreuzfahrtschiffen wird die Inselgruppe mittlerweile gerne angefahren. Fähren zwischen Inseln fahren regelmäßig zweimal am Tag. Diese Option ist dann sinnvoll, wenn du die verschiedenen Inseln Guadeloupes oder gleich mehrere andere Karibikinseln besuchen und erkunden möchtest. Es gibt unterschiedliche Fähren, die entweder zwischen Teilen Guadeloupes unterwegs sind oder aber die, die dich mit anderen Inseln verbinden. Recherchiere hier am besten vorher, wo es dich hinzieht und nimm dann die entsprechende Fähre. 

Landschaft auf Guadeloupe

Sehenswürdigkeiten auf Guadeloupe

Guadeloupe ist ein paradiesischer Urlaubsort, an dem du die vielfältigsten Dinge unternehmen kannst. Hier zeigen wir dir ein paar Must-sees auf der Inselgruppe.

Sainte-Anne

Die Gemeinde Sainte-Anne liegt auf Grande-Terre und verspricht alles, was man sich unter einem perfekten Karibikurlaub vorstellt. Der Strand La Caravelle lädt mit seinem weißen Sand, türkisblauen Wasser und Palmen zum Erholen ein. Da das Wasser hier recht flach ist, ist der Strand perfekt zum Planschen, auch für unerfahrene Schwimmer oder Familien mit Kindern. Wassersport und Schnorcheln sind hier sehr beliebt.

In Sainte-Anne gibt es noch mehr wunderschöne Strände, wie den Strand Sainte-Anne oder Bois Jolan, wo du ebenfalls entspannen, schwimmen, schnorcheln oder Wassersport betreiben kannst.

Außerdem kannst du in Sainte-Anne über den Markt schlendern und die heimische Atmosphäre dort genießen, während du tropische Früchte, Gewürze oder ganze Gerichte entdeckst.

Les Chutes du Carbet

Die drei Wasserfälle auf Basse-Terre sind ein echter Augenschmaus. Sie sind jeweils 115, 110 und 20 Meter hoch und entspringen an der Seite des Vulkans Soufrière. Die beeindruckenden Wasserfälle sind inmitten des tropischen Regenwaldes zu entdecken, was vom Nationalpark von Guadeloupe möglich gemacht wird.

Da das Terrain nicht ungefährlich ist, gibt es Plattformen sowie Wanderwege auf denen die Flora und Fauna Guadeloupes bestaunt werden kann bis man am Ende an den Chutes du Carbet angekommen ist. Der 110 Meter hohe Wasserfall ist am einfachsten zu erreichen und deswegen der beliebteste der drei. Die Wanderungen sind nicht besonders anspruchsvoll, weswegen auch Lauffaule einen Blick auf die berühmten Wasserfälle erhaschen sollten.

Der Nationalpark Guadeloupes, in dem die Wasserfälle liegen, umfasst etwa zehn Prozent der Fläche der Inselgruppe und beherbergt unglaublich viele Pflanzen- und Tierarten. Auch die kleinen Wasserfälle Écrevisses liegen im Nationalpark. Sie sind zwar um einiges kleiner, aber dennoch lohnenswert. Während du die Chutes du Carbet nur von Weitem bestaunen kannst, ist die Cascade aux Écrevisses aus der Nähe zu betrachten. Der dichte Dschungel, die Farne, Blumen und der Teich bieten ein atemberaubendes Bild, das du gesehen haben musst.

Der Vulkan Soufrière

Auch der Vulkan Soufrière liegt im Nationalpark und ist für Wanderer definitiv ein Muss. Der 1467 Meter hohe Gipfel bietet nicht nur einen spektakulären Ausblick über Guadeloupe, sondern auch ein kleines Abenteuer durch die Natur der Insel Basse-Terre. Wanderwege gibt es natürlich auch hier. Die Natur wandelt sich in der Höhe von dicht bewachsenem Urwald zu einer kahlen, aber dennoch eindrucksvollen Landschaft.

Marie-Galante

Auf Marie-Galante kannst du abseits der stärker bereisten Hauptinseln super am Strand entspannen, die rauen Klippen im Norden und Osten der Insel bestaunen, eine der vielen Windmühlen, die früher zum Auspressen von Zuckerrohr genutzt wurden, besuchen oder eine Rumdestillerie besichtigen. Hier ist es eher ländlich und entspannt, was aber nicht bedeutet, dass es langweilig wird. Die sogenannte Insel der 100 Windmühlen bietet französische und kreolische Kulinarik, Wassersport, Badestrände, Wanderungen um die Mühlen und Ruinen.

Îles des Saintes

Auf den kleinen Îles des Saintes würde man wenig vermuten, denn abgesehen von den Inseln Terre‑de‑Haut und Terre‑de‑Bas sind die restlichen der Inseln unbewohnt. Ein Tagesausflug hierhin lohnt sich dennoch für alle, die an Geschichte interessiert sind. Die Inselgruppe beherbergt ein Museum im Fort Napoléon des Saintes, eine ehemalige Festung, die als Gefängnis genutzt wurde. Auch der schön gestaltete Kakteengarten dort ist eine Besichtigung wert. Strände gibt es auf den Îles natürlich auch zur Genüge. Dort kannst du schwimmen, tauchen, segeln, entspannen oder Wassersport betreiben.

Eine Besonderheit dieser Region ist die Abstammung von den Normannen und Bretonen. Da die Inseln nicht für den Anbau von Zuckerrohr geeignet waren, gab es hier keine Sklavenarbeit und die Menschen hier stammen von französischen Fischern ab.

Palmen am Meer

Fazit

Guadeloupe bietet den perfekten Urlaub in der Karibik. Egal, ob entspannter Strandurlaub, Erkundungstouren im Dschungel, Inselhopping oder kulinarische Abenteuer, die französische Inselgruppe hat so einiges in petto.

Du bekommst auch nicht genug von den Französischen Antillen oder der Karibik? Dann sieh dir unsere Artikel zu Martinique, Curaçao, Jamaika oder der Dominikanischen Republik an.

Lidia Strauch

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