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Die Umgebung von Dublin – Ausflüge und Tagestouren

Du planst bei deiner nächsten Reise Dublin zu besuchen, möchtest aber mehr von Irland kennenlernen als seine Hauptstadt? Ausflüge und Tagestouren in der Umgebung von Dublin sind die perfekte Möglichkeit, mehr aus deinem Irland-Besuch herauszuholen.

Ausflüge in Dublins Umgebung

Viele von Dublins Vororten und Nachbarsiedlungen sind per DART, der irischen S-Bahn, oder den öffentlichen Bussen super einfach zu erreichen und lassen dich gleichzeitig in die irische Idylle, Geschichte und Natur eintauchen. Egal, ob bei einer aufregenden Wanderung in den Bergen, dem Erkunden der prachtvollen Schlösser und Gärten oder dem Besichtigen von Irlands bekanntesten Drehorten, so lernst du die grüne Insel erst richtig kennen.

Howth

Im Osten Dublins liegt die Halbinsel Howth. Mit einer Landschaft geprägt von Heide, Bergen und einer wunderschönen Küste ein totaler Kontrast zur Großstadt Dublins. Hier kannst du Irlands typische Idylle und faszinierende Natur erleben und das gerade mal eine S-Bahn-Fahrt entfernt. Mit der Dart geht es in nicht mal 30 Minuten in Richtung Küste. In Howth angekommen, begrüßt dich ein kleiner Hafen mit irischem Flair. Hier legen einige Fischerboote an und gelegentlich lassen sich auch die einheimischen Seehunde in der Bucht beobachten.

Bei gutem Wetter solltest du dich in Richtung Cliffwalk begeben. Einen kleinen Berg hinauf und an den Klippen entlang führt dieser zu Baileys Lighthouse. Begleitet von einer phänomenalen Aussicht auf das Meer und den grünen Wiesen Irlands lohnt sich diese kurze Wanderung auf jeden Fall.

Wer seine Tour weiter verlängern will, biegt kurz vor dem Leuchtturm ab und besteigt Howth Summit, einen Berggipfel mit Blick über Dublins Bucht. Proviant gibt es direkt vor Ort im Summit Inn oder in der Ortschaft selber. Besonders empfehlenswert sind hier die frischen Fischspezialitäten der Region oder du bleibst beim Klassiker, Fish and Chips.

Leuchtturm des Orts Howth

Dalkey

Der mittelalterliche Vorort Dublins liegt ebenfalls an der Ostküste und ist mit der DART in gerade mal 20 Minuten zu erreichen. Mit seiner ruhigen und malerischen Atmosphäre zieht Dalkey nicht nur immer wieder prominente Persönlichkeiten an, sondern ist womöglich auch für dich das perfekte Getaway in Abwechslung zur Großstadt Dublins. Der kleine Hafen Dalkeys liegt in Coliemore Harbour. Von hier aus kann man die Insel Dalkey Island sehen, welche ausschließlich von Hasen und Ziegen bewohnt wird.

Wer mehr über die irische Geschichte erfahren möchte, kann das im Dalkey Castle and Heritage Centre auf besonders spaßige Weise: Kostümierte Museumsführer erwecken von Mai bis Oktober durch ihre Live-Performances die Burg aus dem 14. Jahrhundert erneut zum Leben. Die gleichnamige Castle Street rundet das Erlebnis mit ihren Pubs und Restaurants ab.

Wicklow Mountains – Glendalough – Powerscourt Garden

Wie die Überschrift schon andeutet, gibt es im Wicklow Mountains Nationalpark direkt mehrere Ziele für eine Tagestour. Am besten startest du im kleinen Ort Glendalough. 50 Kilometer südlich von Dublin ist dieser mit dem Auto oder Bus einfach zu erreichen. Der Ursprung der ehemaligen Klostersiedlung geht bis in das 6. Jahrhundert zurück.

Zu sehen gibt es hier unter anderem eine Steinkapelle aus dem 11. Jahrhundert, einen besonders schönen Friedhof und den 30 Meter hohen Rundturm Glendaloughs. Die örtlichen Klosterruinen kommen dir vielleicht bekannt vor, denn sie dienten bereits als Drehort für Filme wie „Braveheart“ und „P.S. Ich liebe dich“.

Glendalough ist nicht nur wegen seiner historischen Bauwerke einen Besuch wert, sondern auch durch seine Lage mitten im Nationalpark ein echtes Highlight der Umgebung Dublins. Als Ausgangspunkt für verschiedene Wanderungen zu Seen, Berggipfeln und Wasserfällen der Umgebung dient das Besucherzentrum. Hier erhältst du nützliche Tipps und Wanderkarten zur Orientierung in der Region. Der Eintritt in den Nationalpark ist kostenlos.

Beliebte Pfade führen zum Beispiel zum Lough Tay, der von Einheimischen auf Grund seiner Pint-ähnlichen Form und Farbe auch Guinness Lake genannt wird, oder zum Sugarloaf Mountain. Im Norden Wicklows steht dieser einsame Riese inmitten der ausgedehnten Landschaft. Am Fuß des Berges liegen außerdem die Powerscourt Gardens.

Die Parkanlage des imposanten Herrenhauses Powerscourt ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt, wie den italienischen oder japanischen Garten, und ein echtes botanisches Erlebnis. Hinter den weitläufigen Grünanlagen führt ein Weg gegen Eintritt zu Irlands höchstem Wasserfall mit 121 Metern Höhe. Ein wirklich eindrucksvoller Ort für ein Picknick oder Urlaubsfoto.

Der Wasserfall inmitten der Landschaft Irlands

Newgrane

UNESCO-Weltkulturerbe Newgrange ist ein Ort der Geschichte und Wurzeln Irlands und gerade mal 60 Kilometer von Dublin entfernt. Das Hügelgrab stammt aus der Jungsteinzeit und ist eines der am besten erhaltenen und ältesten Megalithbauwerke weltweit.

Um 3150 v. Chr. erbaut, steht die Grabkammer 500 Jahre länger als die Pyramiden von Gizeh und 1000 Jahre länger als Stonehenge. Die helle Steinmauer um den Grashügel wurde genau so errichtet, dass jedes Jahr zum Sonnenaufgang der Wintersonnenwende die Grabkammer von einem Sonnenstrahl für genau 15 Minuten erhellt wird. In viele der Steine wurden Muster eingemeißelt, sodass der Ort definitiv etwas Mystisches hat.

Um das Denkmal zu schützen, kann man es ausschließlich im Rahmen einer geführten Tour betreten. Diese werden vom Brú na Bóinne Visitors‘ Centre organisiert und angeboten.

Malahide

Das verschlafene Dörfchen Malahide liegt eine etwa 30-minütige DART-Fahrt entfernt von Dublin. Besucherattraktion ist vor allem das märchenhafte Schloss Malahide Castle. Das ehemalige Heim der Familie Talbot ist mittlerweile ein Museum und steht täglich für Führungen bereit.

Dabei blieb die edle Inneneinrichtung über Generationen bestehen und auch eine Sammlung irischer Gemälde gibt es hier zu bestaunen. Bei gutem Wetter lohnt sich außerdem ein Abstecher in die 100 Hektar großen Gärten des Anwesens.

Tagestouren von Dublin aus

Einige Irlands Highlights liegen zwar nicht in unmittelbarer Umgebung Dublins, lassen sich aber bequem in ein paar Stunden mit dem Auto oder Reisebus erreichen. So sind längere Tagesausflüge eine tolle Möglichkeit, gleich mehrere Städte und Attraktionen Irlands trotz eines Hauptaufenthalts in Dublin kennen zu lernen.

Belfast – Giant’s Causeway – Carrick-A-Rede-Hängebrücke

Zwei Stunden Fahrt entfernt von Dublin liegt die Hauptstadt Nordirlands, Belfast. Lass dir einen Besuch der vielen Attraktione​​n Belfasts auf keinen Fall entgehen. Egal, ob du die Architektur der Belfast Castle oder City Hall bewunderst oder durch das Cathedral Quarter zum botanischen Garten schlenderst, hier gibt es einiges zu sehen.

Nach deinem Stopp in Belfast geht es noch einmal 1 ½ Stunden entlang der Küstenstraße in Richtung Giants Causeway. Die faszinierende Basaltsäulenformation besteht aus über 40 000 Teilen und ist über 60 Millionen Jahre alt. Ein wirklich einzigartiger Anblick. Der Name ist übrigens an die Legende eines Riesen angelehnt, der versucht haben soll, aus den Felsen eine Brücke nach Schottland zu bauen.

Dein Erlebnis kannst du mit dem Besuch der nahe gelegenen Carrick-A-Rede-Hängebrücke abrunden.  Die 30 Meter lange Brücke hängt über dem Meer und ihre Überquerung ist eine kleine Herausforderung an sich. Gesichert durch Stahlseile verbindet die schmale Brücke Carrick-Island und das Festland. Dabei ist die Aussicht auf das Meer und die Klippen wirklich atemberaubend und der anfängliche Nervenkitzel zahlt sich aus.

Besondere Steinformation in Dublins Umgebung

Galway – Cliffs of Moher

Knappe 260 Kilometer von Dublin aus liegt die charmante Hafenstadt Gal​​way. Die abwechslungsreiche Stadt hat neben einer lebhaften Musik- und Kulturszene auch kulinarisch einiges zu bieten. So besuchst du hier vielleicht ein Lokal oder schlenderst durch das Latin Quarter begleitet von Live-Musik. Auch die Strandpromenade lädt bei Sonnenschein zu einem Spaziergang ein.

Weitere 1 ½ Stunden Fahrt entfernt und Highlight der Tagestour sind die Cliffs of Moher. Die bekanntesten Steilklippen Irlands sind über 200 Meter hoch und erstrecken sich über 8 Kilometer Küste. Teilweise kann man von hier aus die Galway Bay und die Aran Islands sehen.

Auch Vögel fühlen sich an den Steilklippen besonders wohl. Unter anderem lassen sich hier Papageientaucher im Frühsommer beim Brüten beobachten. Die typisch irische Landschaft lässt sich nirgends besser erleben und ein Besuch der Cliffs of Moher sollte auch bei deiner nächsten Reise nicht fehlen.

Die Steilklippen am Meer bei Sonnenuntergang

Fazit

Macht dieser Ausblick nicht Lust auf mehr? Wir hoffen, der Artikel konnte auch dich von Irlands einladender Natur und charmanten Ortschaften begeistern und hat dich vielleicht sogar dazu inspiriert, bei deiner nächsten Reise nach Dub​​lin auch einen Abstecher in die Umgebung zu machen.

Wer weiß, vielleicht stehst du bald an einer der Steilklippen oder erkundest Jahrtausend-alte Ruinen. Wir wünschen dir auf jeden Fall viel Spaß dabei!

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